Aktuelle Meldungen

Trinkwasserversorgung weiterhin gesichert

Anhaltende Trockenheit hat keine Auswirkungen auf die Grundwassersituation

Die Gemeindewerke Nottuln beobachten die Entwicklung der Grundwasserstände im Einzugsbereich des Wasserwerkes kontinuierlich. Anlass für ein aktuell verdichtetes Monitoring ist die anhaltende Trockenheit und die damit verbundene Frage, ob die Trinkwasserversorgung Nottuln auch bei hohen Temperaturen und ausbleibenden Niederschlägen zuverlässig gewährleistet bleibt.

Die aktuelle Auswertung des von den Gemeindewerken beauftragten Fachbüros für Grundwasserbewirtschaftung, Aquanta Hydrogeologie aus Datteln, zu Beginn des Monats August 2026 zeigt, dass die Grundwassersituation im Wassereinzugsgebiet des Wasserwerks Nottuln weiterhin unproblematisch ist. An mehreren Grundwassermessstellen wurden die Wasserstände für den Monat August über den Zeitraum von 2010 bis 2026 miteinander verglichen. Die aktuellen Grundwasser-Flurabstände liegen danach geringfügig über den langjährigen Mittelwerten.

„Für die Bevölkerung bedeutet das: Die Trinkwasserversorgung ist derzeit sichergestellt. Ein Trockenlaufen der Entnahmebrunnen ist nicht zu erwarten“, erläutert der Geschäftsführer des Fachbüros Aquanta, Diplom-Geologe Dr. Rolf Kluge in seiner aktuellen Auswertung.

Auch die vorliegenden Niederschlagsmessungen bestätigen, dass die Ausgangslage im ersten Halbjahr 2026 vergleichsweise günstig war. Für den Zeitraum von Januar bis Juli 2026 wurden insgesamt 447 Millimeter Niederschlag registriert. Im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres waren es nur 388 Millimeter. 
Erst ab Mitte Juni 2026 gingen die Niederschläge deutlich zurück.
Durch die derzeit ausbleibenden Niederschläge findet aktuell kaum Grundwasserneubildung statt. Das bedeutet, dass Regenwasser momentan nicht in ausreichendem Umfang in den Boden eindringt und die Grundwasservorräte auffüllt. Daher ist auch in nächster Zeit mit einem weiteren Absinken der Grundwasserstände zu rechnen.

Nach Einschätzung des Fachbüros ist diese Entwicklung angesichts der Jahreszeit jedoch unproblematisch. Der für die Trinkwassergewinnung genutzte sogenannte Kluft-Grundwasserleiter ist sehr ergiebig. Über die fünf Trinkwasserentnahmebrunnen des Wasserwerkes Nottuln kann die Versorgung deshalb auch bei erhöhten täglichen Abgabemengen sichergestellt werden.

Die Gemeindewerke werden die Grundwasserstände und die Niederschlagsentwicklung weiterhin regelmäßig verfolgen. Sollte sich die Situation verändern, wird die Öffentlichkeit entsprechend informiert.  „Ich bin den Gemeindewerken sehr dankbar für ihre gründliche sowie um- und weitsichtige Arbeit“, erklärt Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes, der sich regelmäßig über die aktuelle Situation bei der Trinkwasserversorgung  berichten lässt. 
Und auch wenn aktuell Entwarnung gegeben werden kann: Die Nottulnerinnen und Nottuln sollten trotzdem immer sehr sorgsam mit dem Trinkwasser umgehen, betonen die Gemeindewerke Nottuln.

 

 

 

 

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Einer der fünf Entnahmebrunnen des Wasserwerkes Nottuln. Foto: Gemeinde Nottuln
Diese Grafik zeigt den Verlauf der Grundwasser-Flurabstände in den Jahren 2010 bis 2026. Grafik: Gemeinde Nottuln
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