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„Rafft Euch empor!“: Jüdische Aktivistinnen in der ersten Frauenbewegung

Wanderausstellung des Jüdischen Museums Westfalen wird am 20. September in der Aschebergschen Kurie eröffnet

Mit der Ausstellung „Rafft Euch empor! Jüdische Aktivistinnen aus Westfalen in der ersten Frauenbewegung“ lädt die Gemeinde Nottuln dazu ein, die Lebenswege und das Engagement jüdischer Frauen kennenzulernen und sich mit Fragen gesellschaftlicher Teilhabe auseinanderzusetzen.
Die Wanderausstellung ist eine Leihgabe des Jüdischen Museums Westfalen aus Dorsten und wird am 20. September (Sonntag) um 15 Uhr in der Aschebergschen Kurie eröffnet. 
Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes wird ein Grußwort sprechen. Zudem hält die Leiterin des Jüdischen Museums Westfalen in Dorsten, Dr. Kathrin Pieren, eine Ansprache.
Die Ausstellung zeigt, dass viele grundlegende Voraussetzungen für Demokratie und gesellschaftliche Teilhabe damals schwer umkämpft waren. Der Zugang zu Bildung und Erwerbstätigkeit, das Wahlrecht, faire Arbeitsbedingungen sowie die Kontrolle über den eigenen Körper waren zentrale Themen der ersten Frauenbewegung.

Jüdische Frauen waren in dieser Bewegung zahlreich vertreten und dabei einer doppelten Diskriminierung ausgesetzt: als Frauen und als Jüdinnen. Sie engagierten sich in und außerhalb jüdischer Vereine und nahmen auch die Rolle der Frau in den jüdischen Gemeinden in den Blick.

In der Ausstellung lernen die Besucherinnen und Besucher neun jüdische Aktivistinnen aus Westfalen kennen. Ihre Lebenswege und ihr Wirken werden in künstlerischen Interpretationen von Studierenden der Hochschule Bielefeld sichtbar gemacht. Die Studierenden haben zudem die Ausstellungsmöbel entworfen und gebaut.
Interaktive Stationen laden dazu ein, zu erkunden, was die erste Frauenbewegung mit uns heute zu tun hat. Damit bietet die Ausstellung zahlreiche Anknüpfungspunkte, um über Demokratie, gesellschaftliche Teilhabe und die Bedeutung historischen Engagements ins Gespräch zu kommen.

Die Ausstellung richtet sich auch an Schülerinnen und Schüler, die sie gemeinsam mit ihren Lehrkräften besuchen können. Für solche Schulbesuche hat das Jüdische Museum Westfalen ein Begleitheft entwickelt, das die Gemeinde Nottuln den Schulen gerne zur Verfügung stellt.

Die Ausstellung ist bis zum 18. Dezember in der Aschebergschen Kurie zu den Öffnungszeiten der Verwaltung zu sehen. An ausgesuchten Sonntagen wie zum Beispiel am 11. Oktober ist die Ausstellung von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Termine für die Sonderöffnungszeiten an Sonntagen werden rechtzeitig bekannt gegeben. 

Im Anschluss an die Eröffnung besteht Gelegenheit, die Ausstellung zu besichtigen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

 

 

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Noch gleicht der Ratssaal in der Aschebergschen Kurie eher einer Baustelle als einer Ausstellung. Doch das wird sich in den kommenden Tagen gewaltig ändern. Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes, die beiden Kulturkoordinatorinnen Rieke Orel und Lea Jockisch, die Ehrenamtskoordinatorin Vanessa Kalkhoff und Angela Weiper von der Pressestelle der Gemeinde Nottuln freuen sich schon auf die Eröffnung der Ausstellung am 20. September und auf viele interessierte Besucher:innen. Foto: Gemeinde Nottuln
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