Am 13. September (Sonntag) lädt der bundeweite Tag des offenen Denkmals dazu ein, historische Gebäude und Orte in Nottuln aus ganz neuen Perspektiven zu entdecken. Unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur” öffnen mehrere besondere Denkmäler im Stiftsdorf ihre Türen. Besucherinnen und Besucher können bei Rundgängen, Führungen und Vorführungen Geschichte hautnah erleben.
Zentrale Anlaufstelle ist der Infostand auf dem Stiftsplatz. Von dort aus können sich Interessierte über das Programm und die verschiedenen Angebote informieren.
Von 10 bis 17 Uhr finden zu jeder vollen Stunde Führungen durch die Kurie von der Reck und die Aschebergsche Kurie statt. Die Rundgänge dauern jeweils etwa eine Stunde. Die Recksche und die Aschebergsche Kurie wurden nach dem großen Brand von 1748 nach Plänen des Barockbaumeisters Johann Conrad Schlaun errichtet und gehören zum Ensemble des historischen Damenstifts.
Am Tag des offenen Denkmals können die Besucherinnen und Besucher die Gebäude bei einer besonderen Führung umfassend kennenlernen – vom Dachboden bis hinunter in den Keller. Dabei eröffnen sich Einblicke in Bereiche, die im Alltag sonst nicht zugänglich sind. Auch die Mühle Zumbülte am Nonnenbach öffnet ihre Türen. Sie ist bereits seit 1349 als Mühlenstandort nachgewiesen. Das heutige Mühlengebäude wurde 1914 errichtet und war bis in die 1970er-Jahre in Betrieb.
Seit 2014 haben die Besitzerfamilie und der Heimatverein Nottuln gemeinsam mit einer Gruppe engagierter Mühlenfreunde die historische Mühle in mühevoller Kleinarbeit wieder funktionsfähig gemacht. Am Tag des offenen Denkmals können Besucherinnen und Besucher einen authentischen Einblick in eine über 100 Jahre alte Arbeitsstätte gewinnen. Die Mühle ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Führungen und Vorführungen finden nach Bedarf statt. Zusätzlich ist eine Ausstellung mit Bildern und Keramiken der Warendorfer Künstlerin Marlies Hauk zu sehen.
Ein besonderes Erlebnis erwartet die Besucherinnen und Besucher bei der Besichtigung des Kirchturms der Kirche St. Martinus. Gemeinsam mit den Klocklüders geht es um 13 Uhr und 18 Uhr auf Entdeckungstour durch das historische Gemäuer. Die Führungen dauern jeweils etwa eine Stunde. Auf dem Weg nach oben erhalten die Teilnehmenden faszinierende Einblicke in das Kirchengebäude und lernen die architektonischen Besonderheiten des imposanten Kirchturms kennen.
Ein Höhepunkt wartet im Glockenstuhl: Dort können die mächtigen Kirchenglocken aus nächster Nähe erlebt werden. Die Klocklüders geben außerdem einen Einblick in die Geschichte, Technik und Tradition des Glockenläutens.
Als besonderes Erlebnis wird das traditionelle Beiern, eine eindrucksvolle musikalische Vorführung mit den Glocken, live zu erleben sein.