„Gibt es in den Niederlanden mehr Fahrräder als Einwohnerinnen und Einwohner?“ Mit dieser Frage wurden die 28 Auszubildenen beim Seminar „Europa vor Ort erleben“ im Rahmen der Europawochen NRW 2026 überrascht. Die Auszubildenden aus der Kreisverwaltung Coesfeld sowie den Kommunen Billerbeck, Lüdinghausen, Senden, Nottuln und Coesfeld kamen dazu im Kreishaus zusammen, um Einblicke in die Europaarbeit des Kreises Coesfeld zu erhalten und mehr über die EUREGIO Youth zu erfahren. Das schreibt der Kreis Coesfeld in einer Pressemitteilung.
Aus der Gemeinde Nottuln nahmen Tamara Hauke und Selda Kilinc am Europa-Seminar teil, die den Blick über den Tellerrand als sehr spannend und bereichernd empfunden haben.
Ziel der Veranstaltung war es, jungen Menschen praxisnah zu vermitteln, welche Bedeutung Europa für ihren beruflichen Alltag hat und welche Beteiligungsmöglichkeiten es für sie gibt.
Marina Kallerhoff, Europabeauftragte des Kreises Coesfeld, stellte die vielfältigen europäischen Aktivitäten und Projekte des Kreises vor und machte deutlich, wie stark europäische Entscheidungen nicht nur das berufliche, sondern auch das Alltagsleben beeinflussen. „Europa begegnet uns in vielen Bereichen – oft direkter, als man zunächst vermutet. Umso wichtiger ist es, Auszubildenden frühzeitig zu vermitteln, welche Vorteile und Perspektiven mit Europa verbunden sind“, betonte Marina Kallerhoff. Und dass man bei der Wahl seines Arbeitsplatzes auch mal ins Nachbarland schauen könnte, weil die Grenze zu den Niederlanden so nah ist, war für viele Anwesenden auch augenöffnend. Als Gastreferentin war Milou Vaartjes, Projektkoordinatorin von EUREGIO Youth, gemeinsam mit Praktikant Max Liebrand eingeladen. Sie stellten die grenzüberschreitende Jugendplattform vor, auf der junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren ihre Ideen für die Zukunft der deutsch-niederländischen Grenzregion einbringen und gemeinsam Projekte entwickeln können. Dabei wurde insbesondere deutlich, wie wichtig Beteiligung, Austausch und internationale Zusammenarbeit für junge Menschen in Europa sind. Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf dem interaktiven Austausch. Gemeinsam entwickelten die Auszubildenden Ideen dazu, wie Europa für Jugendliche sichtbarer und greifbarer werden kann und welchen Beitrag sowohl die EUREGIO als auch die einzelnen Kommunen hierzu leisten können. Dabei brachten sie zahlreiche kreative Ansätze und persönliche Erfahrungen ein.
Auf das erfolgreich verlaufene Auftaktseminar folgt am 29. und 30. Juni ein zweitägiger interaktiver Workshop im Coesfelder Kreishaus.
Dort werden die Auszubildenden die Gelegenheit haben, sich vertieft mit europäischen Fragestellungen auseinanderzusetzen und praxisorientiert an Beispielen aus der kommunalen Arbeit zu arbeiten.
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