Bezahlbarer Wohnraum ist knapp – besonders für Menschen, die mit einem Ausbildungsgehalt auskommen müssen. Die kommunale Wohnbaugenossenschaft Lerchenhorst eG schafft deshalb gezielt Wohnmöglichkeiten für Auszubildende: Die Arbeiten am Neubau in der Bahnhofstraße 70 b sind inzwischen in den letzten Zügen.
Einzugstermin für die sieben neuen Wohneinheiten ist der 1. November – Bewerbungen sind noch möglich.
Insgesamt sechs Appartements mit jeweils rund 35 Quadratmetern sowie eine Zwei-Zimmer-Wohnung im Dachgeschoss sind in den vergangenen Monaten nach modernen Standards entstanden. Alle Einheiten verfügen über eine Terrasse oder einen Balkon, die Dachgeschosswohnung bietet zusätzlich eine eigene Dachterrasse.
„Uns ging es bei der Realisierung des Projektes nicht nur um günstigen Wohnraum für Auszubildende, sondern auch darum, die Bedürfnisse junger Menschen über die Arbeit hinaus in den Blick zu nehmen. Wer sich wohlfühlt, der bleibt“, betont Stefan Kohaus, Gemeindeoberrechtsrat und Vorstand der Lerchenhorst eG.
Der Standort am Bahnhof sei deshalb ganz bewusst gewählt worden: Die Bewohnenden können ihren Ausbildungsbetrieb in Nottuln mit Bus und Fahrrad erreichen und sind gleichzeitig mit dem Zug schnell in Münster und im Ruhrgebiet. Zudem sind Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie und Freizeitangebote vom Wohnhaus aus gut erreichbar.
Das Projekt hat dabei auch eine Bedeutung für Nottuln als Wirtschaftsstandort. Für Unternehmen wird es zunehmend wichtiger, geeignete Auszubildende zu gewinnen und junge Menschen langfristig als Fachkräfte an den Standort zu binden.
„Günstige Mieten erleichtern unseren Unternehmen die Suche nach Nachwuchskräften. Azubi-Wohnen ist deshalb nicht nur ein Beitrag zu mehr bezahlbarem Wohnen, sondern auch ein Baustein der Wirtschaftsförderung“, so Dominik Bomholt, Kämmerer und Vorstandsmitglied der Lerchenhorst eG.
Die Grundmiete beträgt 210 Euro monatlich pro Appartement. Hinzu kommen 45 Euro für Einbaumöbel und 20 Euro Internetpauschale. Die Kaltmiete liegt damit bei 275 Euro monatlich. Betriebs- und Heizkosten werden separat berechnet.
Die Vergabe der Wohnplätze erfolgt nach festgelegten Kriterien. Berücksichtigt wird unter anderem, ob der Ausbildungsbetrieb in Nottuln liegt, ob zuvor ein Wohnsitz in Nottuln bestand, ob ein geringes Einkommen beziehungsweise ein Anspruch auf BAföG oder Berufsausbildungsbeihilfe besteht, ob Bewerber ein soziales Engagement in Nottuln vorweisen können und ob sie sich im ersten Ausbildungsjahr befinden. Bei gleicher Punktzahl entscheidet das Los.
Wer Interesse am Azubi-Wohnen hat, kann sich jetzt noch bewerben.
Weitere Informationen zur Bewerbung und zum Projekt gibt es bei Nadine Kombol (Hausverwaltung Münsterland GmbH) unter 02504/8 88 88 0 oder info@hvmgmbh.com.