An die Atombombenabwürfe auf die beiden japanischen Städte Hiroshima am 6. August und Nagasaki am 9. August 1945 erinnert die Gemeinde Nottuln auch in diesem Jahr mit einer besonderen Aktion. Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes lädt zusammen mit der Friedensinitiative Nottuln am Donnerstag, 6. August, um 21.30 Uhr zu einem Gedenken am Brunnen auf dem Stiftsplatz vor dem Rathaus ein. „Vor 81 Jahren trafen die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Lassen Sie uns mit der Lichteraktion ein positives und hoffnungsvolles Zeichen für eine Welt ohne Atomwaffen setzen“, fordert Bürgermeister Dr. Thönnes die Gemeinde auf, an dem Gedenktag zusammenzukommen.
Am Brunnen auf dem Stiftsplatz werden – einer japanischen Tradition folgend – Lichter auf das Wasser gesetzt. Alle Teilnehmer:innen werden gebeten, kleine Kerzen mitzubringen, die auf den Rand des Brunnens gestellt werden können. Die Nottulner Kirchen läuten mit ihren Glocken die Gedenkveranstaltung ein. Bürgermeister Thönnes wird als „Major for Peace“ eine Ansprache halten und die Friedensinitiative Nottuln einen fiktiven Brief an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki vorlesen. Die Hauptrede hält in diesem Jahr Martha Krukenberg, Nottulnerin und Mitglied im Teilhabebeirat der Gemeinde, die aus ihren Erinnerungen berichtet. Sie wirft ausgehend von ihrer Biografie einen persönlichen Blick auf Atomwaffen und die Bombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Den musikalischen Rahmen gestaltet Klaus Bratengeyer vom Männergesangsverein Nottuln. Er begleitet auf seiner Gitarre Lieder, die alle mitsingen können.
Hintergrund: Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges machten die Atombomben der US-Armee die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki dem Erdboden gleich. 190.000 bis 230.000 Menschen kostete diese militärische Machtdemonstration unmittelbar oder wenige Tage später das Leben. Etwa 400.000 Menschen litten oder leiden noch heute an den Spätfolgen der radioaktiven Verseuchung, z. B. an Grauem Star, Narbenwucherungen, ständigen Ermattungszuständen, Leukämie oder Krebs. Die Gemeinde Nottuln – seit vielen Jahren Mitglied im Solidaritätsbündnis mit Hiroshima und Nagasaki – zeigt sich mit den Opfern dieses Bombenangriffs solidarisch. Die Nottulner Bürgermeister engagieren sich in einem Solidaritätsbündnis als „Mayors for Peace“. Ziel des Engagements ist eine Welt ohne Atomwaffen.