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Gemeinde Nottuln sichert bewährtes ÖPNV-Angebot

Verwaltung rückt ungenaue Darstellungen in der Berichterstattung über die Buslinien C85 und T86 gerade

Um angesichts jüngster Diskussionen und ungenauer Darstellungen in den Westfälischen Nachrichten Nottuln rund um die Mobilität in Nottuln für Transparenz zu sorgen, informiert die Gemeindeverwaltung über die aktuellen Beschlüsse des Ausschusses für Umwelt und Mobilität (Sitzung vom 17. Juni 2026). 
Im Mittelpunkt der Beratungen stand das klare Ziel, das bestehende Mobilitätsangebot für die Bürgerinnen und Bürger trotz einer angespannten Haushaltslage verlässlich zu sichern und gleichzeitig wirtschaftlich verantwortungsvoll zu agieren.
Wie viele Kommunen steht auch Nottuln vor spürbaren finanziellen Herausforderungen. Der ÖPNV gehört seit Jahren zu den größten Einzelposten im kommunalen Haushalt. Steigende Personalkosten, die allgemeine Treibstoffkrise sowie unerwartete Nachforderungen der Regionalverkehr Münsterland (RVM) für das Betriebsjahr 2022 in Höhe von rund 126 000 Euro – bei gleichzeitig drohenden Nachzahlungen für 2023 – zwingen die Gemeinde zu äußerster Sparsamkeit. 
Die Prämisse des Ausschusses war daher deutlich: Kostenoptimierung ja, aber ohne den Abbau von bewährten Angeboten.

Effizienter Mitteleinsatz auf der Linie C85
Ein zentraler Beratungspunkt war die Linie C85, die die Ortsteile Nottuln und Appelhülsen seit Anfang 2025 unter der Woche mit einem großen Linienbus verbindet. Nottuln hält hier im regionalen Vergleich bereits ein überdurchschnittlich gutes Angebot vor. Fahrgastanalysen haben nun gezeigt, dass die Auslastung zwar gut ist, die Kapazitäten eines kleineren Fahrzeugs jedoch in den allermeisten Fällen vollkommen ausreichen, um allen Fahrgästen einen Sitzplatz zu bieten. Dass ein zweiter Kinderwagen oder Rollstuhl keinen Platz gefunden hat, kam im zwar Erhebungszeitraum nicht vor, gleichwohl erreichen die Gemeinde vereinzelt Rückmeldungen dazu.

Der Ausschuss befasste sich daher mit der Rückkehr zu den kleineren Fahrzeugen, die bereits an Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien erfolgreich eingesetzt werden. Wichtig für alle Fahrgäste: Die Barrierefreiheit bleibt dabei vollumfänglich gewährleistet, da der kleinere Bus ebenfalls über eine Rampe für den barrierefreien Einstieg verfügen. Durch diese Anpassung im Komfortbereich kann das Fahrtenangebot an sich komplett aufrechterhalten werden.
 

Verlässlichkeit am Marienhof: Linie T86 bleibt unverändert bestehen
Für die Bürgerinnen und Bürger am Marienhof ändert sich am gewohnten Service nichts: Das bewährte Taxibusangebot T86 stand zu keinem Zeitpunkt zur Disposition. Der stündliche Ruftaxiverkehr, der den Marienhof zuverlässig an den Rhodeplatz anbindet, bleibt als gut genutzte Direktverbindung unverändert bestehen. Mögliche kleinere Erkenntnisse aus den Planungen der letzten Monate sollen sogar genutzt werden, um dieses Angebot punktuell noch weiter zu optimieren.
 

Zukunftsprojekt Schienenanbindung: Aufgeschoben, nicht aufgehoben
Gegenstand der Debatte war vielmehr ein im Februar 2026 beschlossenes Pilotprojekt zur besseren Anbindung des Marienhofs und der Ortsteile an den Bahnhof Appelhülsen. Geplant war eine Ergänzung des Angebots (ursprünglich gedacht als eigenständige Linie, später als Erweiterung der T86) vom Marienhof über das Stevertal und Schapdetten bis nach Appelhülsen im Zwei-Stunden-Takt.
Da die intensiven Abstimmungen zwischen der Gemeinde und der RVM mehr Zeit als erwartet in Anspruch genommen haben, ist ein Start im laufenden Jahr 2026 erst im Spätherbst realistisch. Eine fundierte, sechsmonatige Erprobungsphase ist damit im Kalenderjahr 2026 nicht mehr sinnvoll umsetzbar. Aus diesem Grund stimmte der Ausschuss am vergangenen Mittwoch mehrheitlich für die formelle Rücknahme des ursprünglichen Beschlusses für dieses Jahr. Die finale Entscheidung hierüber trifft der Rat am 7. Juli 2026.

Dies bedeutet jedoch keineswegs das Ende des Projekts: Auf Nachfrage der CDU sichert Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes zu, dass für eine Realisierung des Vorhabens im kommenden Jahr entsprechende Mittel in die Haushaltsberatungen eingebracht werden können. Mit deren Bewilligung würde eine erneute Planung erfolgen.

Mobilität der Bürger:innen hat für Gemeinde Priorität
Die Gemeinde Nottuln betont abschließend, dass die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger Priorität hat. Die aktuellen Beschlüsse zeigen, dass es gelingt, bestehende Angebote verlässlich zu schützen und gleichzeitig verantwortungsvoll mit den kommunalen Mitteln umzugehen.

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Ein zentraler Beratungspunkt auf der Tagesordnung der Ausschusssitzung am vergangenen Mittwoch war war die Linie C85, die die Ortsteile Nottuln und Appelhülsen mit einander verbindet. Foto: Gemeinde Nottuln
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