Die Gemeinde Nottuln beteiligt sich auch in diesem Jahr am Flaggentag der internationalen Organisation „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden). Gemeinsam mit der Friedensinitiative Nottuln lädt die stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Susanne Diekmann alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, am 9. Juli (Donnerstag) beim Hissen der Friedensflagge ein Zeichen für eine Welt ohne Atomwaffen und für eine Politik der Verständigung zu setzen.
Das Hissen der Flagge findet um 17 Uhr vor dem Rathaus statt.
Der Flaggentag erinnert daran, dass 1996 der Internationale Gerichtshof in Den Haag sein wegweisendes Gutachten veröffentlichte, in dem festgestellt wurde, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen grundsätzlich gegen die Regeln des humanitären Völkerrechts verstoßen. Seither hissen Tausende Städte weltweit die Flagge der „Mayors for Peace“, um an die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft für Frieden und nukleare Abrüstung zu erinnern.
Die Botschaft des Flaggentages ist heute aktueller denn je. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine wird immer wieder von atomaren Drohungen begleitet. Gleichzeitig erleben wir weltweit eine neue Phase der Hochrüstung. Staaten investieren Milliarden in den Ausbau ihrer Streitkräfte und in die Modernisierung ihrer Atomwaffenarsenale. Hinzu kommt, dass die diesjährige Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags erneut ohne greifbare Ergebnisse geblieben ist.
Fortschritte auf dem Weg zu Abrüstung und Rüstungskontrolle sind ausgeblieben.
Vor diesem Hintergrund gewinnt das Engagement der Kommunen für Frieden und internationale Zusammenarbeit weiter an Bedeutung.
Im Rahmen der Veranstaltung wird Susanne Diekmann die Bedeutung des kommunalen Engagements für Frieden und Völkerverständigung hervorheben. Für die Friedensinitiative Nottuln spricht Brigitte Balmer Landwehr, die auf die aktuellen Herausforderungen für die Friedenspolitik und die Verantwortung der Zivilgesellschaft eingehen wird.
Mit dem gemeinsamen Hissen der Flagge bekräftigt die Gemeinde Nottuln ihre Mitgliedschaft im weltweiten Städtenetzwerk „Mayors for Peace“. Das Bündnis wurde von den Bürgermeistern der Städte Hiroshima und Nagasaki gegründet und setzt sich seit Jahrzehnten für die Abschaffung aller Atomwaffen sowie für eine Kultur des Friedens ein.