So voll ist der Ratssaal in der Aschebergschen Kurie nicht immer: Ende der vergangenen Woche waren dort 14 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Nr. 1 aus Nottulns Partnerstadt Chodzież zusammen mit 14 Schüler:innen des Rupert-Neudeck-Gymnasiums und ihren Lehrer:innen Pawel Idczak, Oskar Nowitzki auf polnischer Seite sowie Wiebke Tiessen, Christine Westerburg und Schulleiterin Jutta Glanemann auf Nottulner Seite zu Gast.
Eine gute Schulstunde lang hatten die Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren die Gelegenheit, ihrem Gastgeber, Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes, Fragen zu stellen.
Und wie es sich für nette Gäste gehört, hatten sie dem Bürgermeister auch ein Gastgeschenk mitgebracht: Einen Teller voll mit gesunden Leckereien. Er ist ein Resultat aus dem Projekt „In the mood für food“, welches die Jugendlichen beider Länder während des Besuchs intensiv beschäftigte.
Eine Woche lang waren die polnischen Schüler und Schülerinnen in Deutschland unterwegs, bevor sie am Montag wieder nach Chodzież zurückkehrten. Sie besuchten neben Nottuln auch Bielefeld und Münster, wo sie an einem Kochworkshop teilnahmen. Dieses Projekt zielte nicht nur darauf ab, Sprachkenntnisse zu entwickeln, sondern auch die Kultur und kulinarische Traditionen der Nachbarn aus dem westlichen Deutschland kennenzulernen.
In Nottuln hingegen nahmen die jungen Polinnen und Polen am Unterricht des Rupert-Neudeck-Gymnasiums teil: So konnten sie einen direkten Vergleicht zwischen dem Unterricht in Polen und Deutschland ziehen.
Einer der Besonderheiten des Austauschprogramms war der Besuch beim Nottulner Bürgermeister, der sie im Ratssaal willkommen hieß. Thönnes betonte in seiner Begrüßungsansprache die Bedeutung dieser internationalen Zusammenarbeit in Form der Jugendaustausche, die es bereits seit vielen Jahren zwischen Nottuln und Chodzież gibt: „Ein Schüleraustausch ist immer etwas Besonderes: Er ist eine Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und Freundschaften zu schließen.“