Nach jahrelangen Vorarbeiten und intensiven Abstimmungen zeichnet sich ein entscheidender Durchbruch für den Bau eines durchgehenden Radwegs entlang der Landesstraße 874 ab: Bei der Sicherung der erforderlichen Flächen entlang der Havixbecker Straße (L 874) zwischen der Bundesstraße 525 und dem Wanderparkplatz „Baumberge“ (Drosten Loh) befindet sich die Gemeinde auf der Zielgeraden.
Auf dieser Grundlage visiert der Landesbetrieb Straßenbau NRW (Straßen.NRW) einen Baubeginn für die Jahre 2027/2028 an.
Mit der geplanten Maßnahme wird eine langjährige Lücke im regionalen Wegenetz geschlossen: Ab der Querung der B 525 schließt die Trasse unmittelbar an den bereits vorhandenen Radweg in Richtung des Nottulner Ortskerns an. Am Wanderparkplatz „Drosten Loh“ geht die Strecke nahtlos in den bestehenden, straßenbegleitenden Radweg auf Havixbecker Gemeindegebiet über. In enger Abstimmung mit der Nachbargemeinde Havixbeck entsteht so künftig eine durchgehende, verkehrssichere Verbindung zwischen beiden Kommunen.
Die L 874 ist eine zentrale Verkehrsachse in der Baumbergeregion – unverzichtbar für den täglichen Pendelverkehr zu Schulen und Arbeitsplätzen sowie ein wichtiges Teilstück für den Freizeit- und Radtourismus. Aufgrund der kurvigen Streckenführung und unübersichtlichen Kuppen (unter anderem im Bereich der Steverburg) birgt das Radfahren auf der Fahrbahn ohne separaten Radweg seit jeher erhebliche Sicherheitsrisiken.
Obwohl das Vorhaben bereits seit vielen Jahren weit oben auf der landesweiten Prioritätenliste für Radwege an Landesstraßen geführt wird, konnte die Maßnahme aufgrund komplexer Flächenfragen bislang nicht realisiert werden.
Neuen Schub erhielt das Projekt durch die Einrichtung der Geflüchtetenunterkunft im Marienhof, die den Bedarf nach sicherer Mobilität zusätzlich verdeutlichte. Als Übergangslösungen wurden bereits eine beschilderte Alternativroute über das Wirtschaftswegenetz sowie eine regelmäßige Taxibusverbindung etabliert.
Um das Verfahren für den eigentlichen Radweg entscheidend zu beschleunigen, hatte die Gemeinde Nottuln im Rahmen einer Verwaltungsvereinbarung mit Straßen.NRW die Federführung für den Grunderwerb übernommen.
Nachdem in den vergangenen Monaten wesentliche Fortschritte in den Gesprächen mit den Flächeneigentümern erzielt werden konnten und derzeit die vertraglichen Schritte vorbereitet werden, können nun die weiteren baurechtlichen Planungen für den angestrebten Baustart vorangetrieben werden.
Die Kosten für den Radweg werden zwischen Straßen.NRW und der Gemeinde geteilt.
„Der Lückenschluss zwischen Nottuln und Havixbeck ist ein Meilenstein für die Verkehrssicherheit in unserer Region. Dass wir nach jahrelangem Stillstand nun die konkrete Perspektive auf einen Baubeginn 2027/2028 haben, ist ein starkes Signal für alle Bürgerinnen und Bürger“, betont Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes.
„Unser ausdrücklicher Dank gilt den beteiligten Grundstückseigentümern für ihre konstruktive und kooperative Gesprächsbereitschaft sowie und dem Landesbetrieb Straßen.NRW für die Erstellung aller planerischer Grundlagen.“