Anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar erinnert die Gemeinde Nottuln an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und gedenkt dabei auch an die jüdischen Bürgerinnen und Bürger die nach Riga deportiert worden und zwischen 1941 und 1944 im Wald von Bikernieki (Lettland) ermordet worden sind. Nottuln ist Mitglied im Riga-Komitee, einem Zusammenschluss deutscher Städte und Gemeinden, welches die Erinnerung an die dortigen Verbrechen wachhält.
Im Rahmen der lokalen Erinnerungsarbeit hält der Nottulner Georg Schulze Bisping Broschüren des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. bereit.
Die Publikation trägt den Titel „Riga – Gedenken und Mahnung. Orte des Erinnerns“. Die Broschüre informiert über die Geschichte der Deportationen, die Verbrechen in Lettland sowie über heutige Gedenkorte. „Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur historischen Aufklärung und zur Weitergabe des Erinnerns an nachfolgende Generationen“, erklärt Georg Schulze Bisping.
Ein zentraler Ort des Gedenkens ist der Wald von Bikernieki nahe Riga. Dort ermordeten deutsche Einsatzgruppen, unterstützt von lokalen Kollaborateuren, zwischen 1941 und 1944 Zehntausende Menschen, vor allem Jüdinnen und Juden aus Lettland sowie aus dem damaligen Deutschen Reich. Heute erinnert eine internationale Gedenkstätte an die Opfer dieses Massenmordes. Auch aus westfälischen Städten wurden Menschen nach Riga deportiert und in Bikernieki ermordet.
Die Gemeinde Nottuln versteht ihre Mitgliedschaft im Riga-Komitee als bleibende Verpflichtung, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten und jeder Form von Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten.
Die Broschüre kann per Mail unter g.bisping@t-online oder telefonisch unter 0178 68 03 997 angefordert werden.