Mit dem „Windpark Roruper Berg“ feiert die Nottuln.Wind GmbH ihre Premiere in Sachen Bürgerbeteiligung. Über die sogenannte Schwarmfinanzierung in Form von Nachrangdarlehen können sich die Nottulnerinnen und Nottulner direkt am Windpark mit den drei Windenergieanlagen der Marke Nordex beteiligen. Damit treiben sie nicht nur die Energiewende vor Ort voran, sondern profitieren zugleich finanziell davon.
Die Bürgerbeteiligung startet am 9. März um 10 Uhr.
Das Zeichnungsvolumen des Erstlings von Nottuln.Wind beträgt eine Million Euro. Zeichnungen sind in Anteilen zwischen 500 Euro und 25 000 Euro möglich – jeweils in 500-Euro-Schritten. Die Einlage wird mit fünf Prozent pro Jahr verzinst, die Laufzeit beträgt zehn Jahre und endet am 31. März 2036.
Zeichnungsberechtigt sind ausschließlich natürliche Personen mit Wohnsitz in Nottuln. Die Anteile können ab dem 9. März (Montag) über die Plattform https://beteiligung.nottuln.de gekauft werden.
Die Seite, die auch über diese Website (→ Unterseite Windenergie) erreichbar ist, ist bereits jetzt schon freigeschaltet.
Dort sind alle Informationen zum Verfahren der Anteilszeichnung nachzulesen – ebenso Angaben zur Emittentin Bürgerwind Roruper Berg GmbH & Co. KG als auch Details zu den drei geplanten WEA der Marke Nordex, deren Fertigstellung für Ende 2027 geplant ist.
Der prognostizierte jährliche Energieertrag des Windparks „Roruper Berg“ liegt bei rund 52 Millionen Kilowattstunden (kWh). Damit können rein rechnerisch rund 13 000 Haushalte mit klimafreundlichem Strom versorgt und jährlich etwa 39 000 Tonnen CO₂ eingespart werden.
„Mit dem Windpark Roruper Berg setzen wir ein starkes Zeichen für die lokale Energiewende. Uns war wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht nur ideell, sondern auch finanziell an diesem Projekt teilhaben können“, erklärt Dominik Bomholt, Geschäftsführer der Nottuln.Wind GmbH. „Die attraktive Verzinsung von fünf Prozent pro Jahr zeigt, dass Klimaschutz und wirtschaftlicher Nutzen Hand in Hand gehen können“, betont Bomholt und weist darauf hin, dass eine weitere Bürgerbeteiligung dieser Art bereits in Vorbereitung ist.
Auch Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes begrüßt die Bürgerbeteiligung: „Die Energiewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Mit diesem Angebot schaffen wir Transparenz, Akzeptanz und regionale Wertschöpfung. Die Erträge bleiben in unserer Gemeinde – und die Menschen vor Ort profitieren direkt von dem Ausbau der erneuerbaren Energien.“ Wie wichtig der Ausbau der Erneuerbaren Energien in der eigenen Region ist, das zeigt den Verbraucherinnen und Verbrauchern ganz aktuell der Iran-Krieg: Die Spritpreise sind geradezu explodiert. „Mit Hilfe der Erneuerbaren schaffen wir auf Dauer nicht nur die Abkehr von fossilen Brennstoffen, sondern haben damit die Möglichkeit, wirtschaftlich unabhängiger zu werden“, ist der Bürgermeister überzeugt.
Die Projektentwicklung und Realisierung des Windparks verantworten die handelnden Personen der Bürgerwind Roruper Berg GmbH & Co. KG, die über jahrzehntelange Erfahrung in der Planung und dem Betrieb von Bürgerwindparks in den Kreisen Coesfeld und Steinfurt verfügen.
„Bürgerwindprojekte leben vom Vertrauen und von der aktiven Mitwirkung der Menschen vor Ort“, betonen die Geschäftsführer der Bürgerwind Roruper Berg GmbH & Co. KG, Heinrich Lütke Ostendorf und Günter Berks. „Wir freuen uns, gemeinsam mit der Gemeinde Nottuln ein Projekt umzusetzen, das ökologisch sinnvoll ist und zugleich eine solide, langfristige Anlagemöglichkeit bietet.“ Mit dem Windpark Roruper Berg treibt Nottuln den Ausbau erneuerbarer Energien konsequent voran. Die Schwarmfinanzierung in Form von Nachrangdarlehen ermöglicht es den Bürgerinnen und Bürgern, unmittelbar an der regionalen Energiewende mitzuwirken – und zugleich von stabilen Zinserträgen über die zehnjährige Laufzeit zu profitieren.
An diesem Projekt ist auch die Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbh (GFC) beteiligt. Die 100-prozentige Tochter des Kreises Coesfeld hat gemeinsam mit der Gemeinde Nottuln das kommunale Beteiligungsmanagement auf Grundlage des Bürgerenergiegesetzes Nordrhein-Westfalen umgesetzt. „Die GFC bringt hierbei sehr gerne ihre Erfahrung im kommunalen Beteiligungsmanagement bei Windenergieprojekten in die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nottuln ein. Davon profitiert nicht nur die Gemeinde Nottuln, sondern auch der gesamte Kreis Coesfeld“, erklärt Stefan Bölte, Geschäftsführer der GFC.
Aktuelle Meldungen
Bürgerbeteiligung startet am 9. März
Nottuln setzt mit Windpark Roruper Berg auf Energiewende und regionale Wertschöpfung
Mit der Unterzeichnung der Beteiligungsvereinbarung machten (v.l., untere Reihe) Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes, Heinrich Lütke Ostendorf (Geschäftsführer der Bürgerwind Roruper Berg GmbH & Co. KG) und Stefan Bölte (Geschäftsführer der Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbH) den Weg frei für die Bürgerbeteiligung „Roruper Berg“, die am kommenden Montag startet. Die hintere Reihe des Fotos zeigt (v. l.) Christoph Bolle (Leiter Fachbereich Bauen, Planen, Umwelt), Dominik Bomholt (Geschäftsführer der Nottuln.Wind GmbH) und Günter Berks (Geschäftsführer der Bürgerwind Roruper Berg GmbH & Co. KG). Foto: Gemeinde Nottuln