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Alles in trockenen Tüchern

Nottuln.Wind GmbH nimmt ihre Arbeit auf/Erstes Projekt Windpark „Roruper Berg“ steht in den Startlöchern

Jetzt ist alles in trockenen Tüchern: Die Gesellschaft zur Bürgerbeteiligung an Erneuerbaren Energien – kurz Nottuln.Wind GmbH ist gegründet. Nottuln.Wind ist zu 100 Prozent ein Tochterunternehmen der Gemeinde Nottuln.
Am 12. Februar wurde der Gesellschaftsvertrag unterzeichnet und nun „kann Nottuln.Wind ihre Arbeit aufnehmen“, freut sich Nottulns Kämmerer Dominik Bomholt, der als Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft fungiert. „Eigentlich sollte diese Gesellschaft ihre Arbeit bereits früher aufnehmen“, berichtet Nottuln.Wind-Chef Bomholt. Jedoch hatte die Kommunalaufsicht des Kreises Coesfeld bemängelt, dass es keinen konkreten politischen Beschluss über den zugrundeliegenden Gesellschaftsvertrag gegeben habe. Dieser Beschluss sei aber notwendig, um die Voraussetzungen für die Gesellschaftsgründung zu erfüllen. 
Die Abstimmung über den Gesellschaftsvertrag wurde nun in einer Sondersitzung des Gemeinderates am 10. Februar nachgeholt – mit einem eindeutigen Ergebnis: 26 Ratsmitglieder stimmten mit Ja und vier mit Nein. Es war die UBG-Fraktion, die diesen Beschluss nicht mittragen konnte.
In der Gemeindeverwaltung ist man froh darüber, dass dieser entscheidende Schritt in Richtung der Bürgerbeteiligung an Erneuerbaren Energien nun vollzogen ist. 
Aufgaben von Nottuln.Wind sind dabei im Wesentlichen die Verwaltung von Beteiligungsmöglichkeiten an zum Beispiel Windenergieanlagen (WEA) in Form von Nachrangdarlehen, die Bereitstellung von Informationen über die jeweiligen Projekte sowie die Bereitstellung einer digitalen Beteiligungsplattform. Dort bekommen die Bürgerinnen und Bürger nicht nur Auskunft über aktuelle Projekte zu Erneuerbaren Energien, die in ihrer Nachbarschaft entwickelt werden, sondern können dort zu gegebener Zeit auch Anteile zeichnen, um sich so direkt  an der Energiewende vor Ort zu beteiligen, von der sie zudem stark finanziell profitieren. 
Ein erstes Projekt dieser Art steht unmittelbar in den Startlöchern – der  Windpark „Roruper Berg“ mit insgesamt drei WEA.  „Wir rechnen damit, dass wir im März mit der Beteiligungsplattform, die an unsere Website www.nottuln.de angedockt ist, online gehen können und dass in diesem Zeitraum auch die erste Zeichnungsrunde beginnt“, ist Dominik Bomholt gespannt auf die Resonanz der Nottulnerinnen und Nottulner. Natürliche und juristische Personen haben dann die Möglichkeit, Anteile im Wert zwischen 500 und 25 000 Euro in Form von Nachrangdarlehen zu zeichnen – das Gesamtvolumen beläuft sich bei diesem Erstling von Nottuln.Wind auf eine Million Euro. Die Konditionen sind im Vergleich zum aktuellen Marktumfeld sehr attraktiv – fünf  Prozent pro Jahr über eine Laufzeit von zehn Jahren.
Weitere Informationen zum Projekt „Roruper Berg“, zum Zeichnen der Anteile und ein umfangreicher FAQ-Katalog sind in Kürze auf www.nottuln.de nachzulesen. 

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Mit der Gründung von Nottuln.Wind ist ein entscheidender Schritt in Richtung der Bürgerbeteiligung an Erneuerbaren Energien getan. Foto: Pixabay/Claudia Hinz
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