Sie sind eine lebendig gewordene Erinnerung an die alten Stiftsgärten: Die Staudenbeete, die sich bald auf dem Stiftsplatz entlang des Nonnenbachs auf einer Gesamtfläche von rund 320 Quadratmetern entwickeln werden, sind eine Reminiszenz an lang vergangene Zeiten. Kommen die geplanten Spalierlinden noch hinzu, prägt ein weiteres barockes Element die Gestaltung der Beete.
In der vergangenen Woche lud die Gemeinde Nottuln zu einer Info-Veranstaltung mit dem Thema „Stiftsgärten“ in die Alte Amtmannei ein. Obwohl das Thema in der Öffentlichkeit länger eher kritisch gesehen wurde – auch, was das Fällen der großen Eiben auf dem Stiftsplatz angeht – folgten nur wenige Nottulnerinnen und Nottulner der Einladung der Verwaltung.
Während Hermann Himmelmann vom Ingenieurbüro Gnegel aus Sendenhorst das Konzept der Bepflanzung erläuterte, standen Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes, Christoph Bolle, Fachbereichsleiter Planen, Bauen, Umwelt, Daniel Krüger, Leiter der Gemeindewerke Nottuln und Nina Teepe vom Grünflächenamt für die Fragen der Bürger:innen und Bürger zur Verfügung. Diese hinterfragten unter anderem kritisch, wie es um die Pflege der Staudenbeete bestellt ist. Diese Sorge konnte die Gemeindeverwaltung ausräumen: Die Mitarbeitenden des Baubetriebshofs werden sich zusammen mit dem Garten- und Landschaftsbaubetrieb, welcher auch die Bepflanzung vornimmt, um eine fach- und sachgerechte Pflege der Stauden kümmern.
Insgesamt werden rund 3000 Blühstauden und Gräser aus 30 verschiedenen Sorten in die Beetanlage gepflanzt. Ganz bewusst hat sich die Gemeinde Nottuln gegen reine Zierstauden entschieden. Gesetzt werden regionale Pflanzen, die zudem insektenfreundlich sind und zum Beispiel für Bienen und Hummeln ein reichhaltiges Nahrungsangebot bereithalten. Dafür sorgen unter anderem die gelbblühende Nachtkerze, der gewöhnliche Natternkopf mit seinen blauen Blüten, der echte Baldrian, der seine Blütendolden hellrosa einfärbt oder die kleine, weißblühende Margerite.
Wie und mit welchen Stauden die Beete der Stiftsgärten bepflanzt werden, darüber können nun die Nottulner:innen bis Ende dieser Woche noch mit dem nebenstehendem QR-Code abstimmen.
Die Arbeiten zur Vorbereitung der neuen Stiftsgärten beginnen noch in diesem Monat mit dem Fällen der Eiben auf dem Stiftsplatz. Die Beete selbst sind bereits im Frühjahr fertig angelegt und bepflanzt. Möglich geworden ist dieses Projekt mit Fördergeldern aus dem KfW-Programm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“.
Aktuelle Meldungen
3000 Pflanzen, 30 verschiedene Sorten
Die neuen Stiftsgärten bereichern den Stiftsplatz schon bald mit bunter Blütenpracht
Hermann Himmelmann von Ingenieurbüro Gnegel stellte den Pflanzplan für die Stiftsgärten während einer Info-Veranstaltung in der Alten Amtmannei vor. Daniel Krüger (Leiter der Gemeindewerke), Christoph Bolle (Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen, Umwelt), Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes und Nia Teepe vom Grünflächenamt der Gemeinde Nottuln (v.l.) standen anschließend für die Fragen der Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Foto: Gemeinde Nottuln