Was ist ein Dorfinnenentwicklungskonzept?

Das Dorfinnenentwicklungskonzept (kurz DIEK) definiert Ziele und Maßnahmen zur Sicherung und Stärkung nachhaltiger dörflicher Strukturen. Ziel der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalens ist es, „im Rahmen integrierter Entwicklungsansätze die ländlichen Räume in ihren dörflichen bzw. ortsteilspezifischen Siedlungsstrukturen als Lebens- Arbeits-, Erholungs- und Naturräume zu sichern und zu entwickeln“. Als Ergebnis soll ein Handlungs- und Maßnahmenprogramm die weitere Entwicklung aus gestalterischer, funktionaler, ökologischer und ökonomischer Sicht begleiten, planerische Entscheidungen begründen und Abhängigkeiten im Gesamtkonzept verdeutlichen.

Hinsichtlich eines effizienten Einsatzes öffentlicher und privater Finanzmittel, bildet das DIEK die Grundlage für die Förderung von Maßnahmen der Dorfentwicklung und Dorferneuerung. Dabei ist zur erfolgreichen Umsetzung der Konzeptinhalte eine nachhaltige Konsensbildung vor Ort durch das Zusammenwirken der öffentlichen und privaten Akteure Ziel und Voraussetzung. Die Bearbeitung des DIEK wird themenübergreifend und mit aktiver Einbindung der interessierten Bevölkerung vollzogen. Das untenstehende Ablaufschema verdeutlicht den Erstellungsprozess des DIEKs.

 

DIEK Darup

Das Dorfinnenentwicklungskonzept fungiert als Leitfaden für die Dorfentwicklung im Nottulner Ortsteil Darup der nächsten Jahre, sowohl für öffentliche als auch für private Maßnahmen und Investitionen. Übergeordnetes und zusammenfassendes Ziel ist es, Darup als lebendiges Dorf zu erhalten, zu erneuern und künftig weiterzuentwickeln. Das untenstehende Ablaufschema verdeutlicht den Prozess vom Auftakt bis zum politischen Beschluss durch den Rat im Juli 2018.

 

 

 

 

Hier steht das Gesamtkonzept zum Download bereit

 

In dem Konzept sind verschiedene Handlungsfelder und Zielsetzungen zu den Themen Verkehr, Ortsbild, Naherholung, Freizeit und Tourismus, Demographie, Soziales und Identität sowie Kommunikation festgeschrieben, die anhand eines Maßnahmenkatalogs mit unterschiedlichen Umsetzungszeiträumen realisiert werden sollen. Innerhalb dieses Katalogs sind Startprojekte ausgewählt worden, in dem auch die Maßnahme zur Umgestaltung der Coesfelder Straße und dessen verkehrliche Optimierung eingeordnet ist. In diesem Rahmen sind bereits einige Baumaßnahmen umgesetzt worden. Dazu zählen der Rückbau einiger Ampelanlagen und die Aufbringungen von Zebrastreifen, Straßendeckenerneuerungen sowie Fahrbahnverengungen am Ortseingang und der Ortsmitte. In Planung sind die Themen der Umsetzung der Barrierefreiheit, die Verkehrsberuhigung und die dadurch entstehende Verbesserung der optischen Wahrnehmung eines Ortskerns. Eine weitere, kurzfristig umsetzbare Maßnahme ist die Realisierung eines Bürger-/ Mehrgenerationenparks. Dazu soll der Pfarrgemeindeparkplatz mit einbezogen werden, da dieser als Übergang zum historischen Ortskern und eine unmittelbare Eingangssituation in den Park dienen kann. Die nächsten Schritte werden den Fokus auf die Vergabe von Planungs- und Entwurfsleistungen an externe Fachplanungsbüros legen. Gefördert wurde das Dorfinnenentwicklungskonzept durch die Bezirksregierung Münster und den „europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“.