Ein Stellplatz für die Rikscha

Pfarrei St. Martin und Gemeinde Nottuln stellen Hospizbewegung mit der Garage an der Alten Vikarie eine geschützte Unterkunft zur Verfügung


Mit der Garage an der Alten Vikarie hat die Rikscha der Hospizbewegung Nottuln nun eine sichere und geschützte Unterkunft gefunden. Andreas Gerdemann vom Gebäudemanagement der Gemeindeverwaltung, Dagmar Exner-Kasnitz (Hospizbewegung), Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes und Mona Letterhaus (Hospizbewegung) (v.l.) trafen sich nun zu einem Ortstermin. Foto: Gemeinde Nottuln

Lange hat die Hospizbewegung Nottuln nach einer geeigneten Unterkunft für ihren Neuzugang suchen müssen. Jetzt hat die Fahrrad-Rikscha endlich einen geeigneten Ort gefunden, an dem sie trocken und geschützt stehen kann, wenn sie nicht genutzt wird: Die Garage an der Alten Vikarie.
Zur Verfügung gestellt wird sie der Hospizbewegung von der Pfarrei St. Martin und der Gemeinde Nottuln. Dagmar Exner-Kasnitz und Mona Letterhaus, die sich am Dienstag zusammen mit Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes und Andreas Gerdemann vom Gebäudemanagement der Gemeindeverwaltung vor Ort trafen, freuen sich sehr darüber, dass es nun endlich mit einer Unterstellmöglichkeit geklappt hat.
„Es war alles völlig unkompliziert“, sagt Dagmar Exner-Kasnitz und dankt dem Bürgermeister für die Unterstützung und damit auch für die Wertschätzung der Hospizbewegung, die die Gemeindeverwaltung mit ihrem Entgegenkommen ausdrückt.
Mittlerweile gibt es Licht in der Garage und auch der Stromanschluss für den Akku des Rikscha-Motors ist gelegt. Außerdem werden demnächst noch Bewegungsmelder installiert – ideal in der kommenden dunklen Jahreszeit. „Das war alles superschnell erledigt“, bedanken sich Mona Letterhaus und Dagmar Exner-Kasnitz bei Andreas Gerdemann.
Seit Mitte August ist das besondere E-Bike der Hospizbewegung Nottuln in Betrieb und hat bereits  einige Touren hinter sich, die unter anderem von Nottulner Seniorenheimen gebucht werden. Den Gästen stehen dafür elf Rikscha-Fahrerinnen und -fahrer zur Verfügung: „Unsere Pilot:innen, wie die Fahrer:innen richtig heißen, sind eigens dafür geschult worden“, erklärt Mona Letterhaus.
Und die nehmen ihre Gäste, die aufgrund ihres Alters, wegen einer Erkrankung oder eines Handicaps nicht mehr so mobil sind,  gerne mit auf Spazierfahrten. Zum Beispiel, um den Friedhof zu besuchen, um mal wieder in der alten Nachbarschaft vorbeizuschauen oder um eine schöne Tour ins Grüne zu unternehmen.
„Wir fahren immer“, erklärt Mona Letterhaus, „solange nur das Wetter trocken ist. Und gegen die Kälte haben wir eine wärmende Decke dabei“.
Das Vehikel ist zudem sehr bequem – nicht nur für die Fahrer:innen, die neben der elektrischen Unterstützung auch eine stufenlose Gangschaltung zur Verfügung haben. Die Gäste, die ein Gewicht von maximal 150 Kilo auf die Waage bringen dürfen, gelangen über einen extra-niedrigen Einstieg in die Rikscha, um dann auf einer weich gepolsterten Bank Platz zu nehmen.
Am morgigen Donnerstag (30. September) stellt die Hospizbewegung ihre Rikscha von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr am Brunnen auf dem Stiftsplatz vor: „Sie kann dann gerne von jedem einfach mal ausprobiert werden“, machen Mona Letterhaus und Dagmar Exner-Kasnitz Lust auf ein besonderes Fahrradvergnügen.

 

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