Drei neue Kräfte für das Standesamt

Rita Kunze, Elisa Mütherig und Dr. Dietmar Thönnes werden ab Oktober als zusätzliche Trau-Standesbeamt:innen eingesetzt


Die drei neuen Standesbeamt:innen mit ihren Bestellungsurkunden: Rita Kunze, Dr. Dietmar Thönnes und Elisa Mütherig sind schon sehr gespannt auf ihre neuen Aufgaben. Foto: Gemeinde Nottuln

Rita Kunze aus Havixbeck, Elisa Mütherig von der Gemeindeverwaltung Nottuln und Nottulns  Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes haben jetzt eine besondere Aufgabe übertragen bekommen. Seit Ende Juli beziehungsweise seit Anfang September sind sie als neue Trau-Standesbeamt:innen tätig und unterstützen als solche künftig die Standesbeamtinnen Maria Barth und Kati Zurhausen bei ihrer Arbeit.
Ihre Bestellungsurkunde nahmen Rita Kunze, Elisa Mütherig und Dr. Dietmar Thönnes nun aus den Händen der Beigeordneten Doris Block im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Äbtissinnen-Zimmer entgegen.
Dabei gelobten die beiden neuen Standesbeamtinnen und der neue Standesbeamte gemäß ihrem Diensteid, ihre Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen und das in sie gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen, welches in sie durch ihre Bestellung gesetzt worden ist.
„Eine solche Unterstützung können wir wirklich gut gebrauchen“, freuen sich Maria Barth, die 1991 ihre erste Trauung vornahm, und Kati Zurhausen, die 1998 ihre erstes Brautpaar traute, über die neuen Kräfte.
Sogar eine Stellenausschreibung ist dafür erfolgt. Und das ist auch der Grund, warum Rita Kunze aus Havixbeck zum Team der Nottulner Trau-Standesbeamt:innen gekommen ist. „Die ausgeschriebene Stelle hat mich sofort angesprochen“, erklärt die Havixbeckerin.
Bei Elisa Mütherig und Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes verhält es sich mit dem Interesse, als Standesbeamtin beziehungsweise Standesbeamter gesetzliche Ehen schließen zu können, ganz ähnlich: „Es ist eine tolle Aufgabe.“
Trau-Standesbeamte erlernen ihr Handwerkszeug in einem mehrtägigen Kurs, der mit einer Prüfung endet. Und eigentlich braucht es an dieser Stelle gar nicht extra erwähnt zu werden: Alle drei Neulinge haben ihre Prüfung natürlich mit Erfolg bestanden.

Ihre ersten Einsätze werden Rita Kunze, Elisa Mütherig und Dietmar Thönnes voraussichtlich ab Oktober haben. „Sie werden am zweiten Wochenende eines jeden Monats Trauungen vornehmen können. Das erste Wochenende im Monat stehen wir zur Verfügung“, erläutert Maria Barth den Einsatzplan, auf dem gut zu sehen ist, dass gerade die Wochenenden immer beliebter werden.
Für die zusätzlichen Kräfte bedeutet das, dass sie nun im Wechsel von Freitagnachmittag bis Samstagvormittag für diese Aufgabe zur Verfügung stehen. „Wer von ihnen die Trauung dann vornehmen soll, können die Brautleute allerdings nicht bestimmen“, macht Maria Barth deutlich: „Gebucht werden können nur die jeweiligen Zeiten“.
Standesamtliche Trauungen dauern rund eine halbe Stunde – je nachdem, welches Programm die Heiratswilligen und ihre Familien außerdem so vorgesehen haben.
Neben den Regularien, die die Standesbeamt:innen beherrschen müssen, ist es auch eine ihrer Aufgaben, der Trauung einen individuellen Ausdruck zu geben: „Die Trau-Ansprache sollte auf das Brautpaar persönlich zu geschnitten sein, um diesen Tag zu einem unvergesslichen Tag werden zu lassen“, weiß Maria Barth und erinnert sich dabei noch genau an ihre ersten Trauungen, bei denen sie doch schon ziemlich nervös gewesen sei. „Doch das gibt sich mit der Zeit und durch die Routine, die man bekommt.“
Die Zahl der standesamtlichen Trauungen in Nottuln wächst stetig. Mittlerweile sind es zwischen 100 und 130 Eheschließungen im Jahr. „Das hat mehrere Gründe“, wissen Maria Barth und Kati Zurhausen: „Zum einen haben die gesetzlichen Eheschließungen im Laufe der vergangenen Jahre einen deutlich höheren Stellenwert bekommen und zum anderen kommen die Leute zu uns, weil Nottuln mit seinem barocken Ortskern und den anderen Trauorten wie dem Speicher auf dem Schulze Frenkings Hof oder dem Longinusturm so sehr besonders sind.“ Die beliebtesten Monate, um den Bund der Ehe einzugehen, sind neben dem Monat Mai der März und April. Auch August, September, Oktober und sogar der Dezember sind gut gebucht – übrigens oft ein Jahr im Voraus. Und am zweiten Wochenende eines jeden Monats im Jahr stehen dann Rita Kunze, Elisa Mütherig und Dr. Dietmar Thönnes den Brautleuten zur Verfügung, ihnen auf ihr Eheversprechen Brief und Siegel zu geben.    

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