„Keine besondere örtliche Gefahrenlage“

Antrag auf Tempo 30 für die gesamte Hagenstraße vom Kreis Coesfeld abgelehnt


Der Antrag auf Umwandlung der Hagenstraße in eine komplette Tempo 30-Zone lehnte der Kreis Coesfeld jetzt ab. Foto: Gemeinde Nottuln

Es wäre zu schön gewesen:  Das Tempo rausnehmen, um weniger Straßenlärm zu haben und mehr Sicherheit für die Anwohner:innen und der eine oder andere Autofahrer oder die eine oder andere Autofahrerin, die sich ob der durchgehenden Tempo-30-Regelung überlegt, einen anderen Weg von der Havixbecker Straße hinunter in Dorf und umgekehrt zu wählen.
Doch dem Wunsch der Anlieger:innen, aus „ihrer“ Hagenstraße eine komplette Tempo 30-Regelung zu machen, wurde nicht entsprochen. Ihr Antrag darauf, den die Gemeinde Nottuln Ende April im Namen der Anliegerinnen und Anlieger an den Kreis Coesfeld stellte, ist abgelehnt worden.
Das teilte die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Coesfeld in den vergangenen Tagen in einem Schreiben an die Gemeinde Nottuln mit.
Seit vielen Jahren möchten die Anwohnerinnen und Anwohner der Hagenstraße, dass der Bereich, in dem die Kraftfahrzeuge nur mit 30 Kilometern pro Stunde unterwegs sein dürfen, auf die gesamte Länge der Hagenstraße – und zwar hinauf bis zur Havixbecker Straße ausgeweitet wird.
Dem Antrag angefügt waren aktuelle Verkehrsmessungen, die zeigen, wie sich das Verkehrsaufkommen auf der Straße gestaltet. Im Messzeitraum vom 30. März bis zum 20. April 2021 wurden insgesamt 24 000 Fahrzeuge auf der Hagenstraße gezählt, darunter über 500 Lkw.
Das entspricht einer  Belastung von 91 Fahrzeugen pro Stunde, welches selbst für eine Wohnstraße eine niedrige Belastung darstellt.
Der Kreis Coesfeld, der das Anliegen in Zusammenarbeit mit der Kreispolizeibehörde und dem Straßenbaulastträger straßenverkehrsrechtlich geprüft hatte, kam zu dem Schluss, dem Antrag auf Reduzierung der Geschwindigkeit nicht stattzugeben.
Und das hat folgende Gründe:  Da die Hagenstraße in ihrem unteren Verlauf eine Kreisstraße (K18) ist, die über den Uphovener Weg weiterverläuft, und im oberen Bereich in Richtung Havixbecker Straße eine Gemeindestraße, hätte bei einer Einrichtung einer Tempo 30-Regelung die Verkehrsführung geändert werden müssen, erläutert der Kreis Coesfeld. Das heißt, es wäre in dem Zusammenhang die Einrichtung einer abknickenden Vorfahrt für die K18 notwendig geworden. Doch das spiegelten die gemessenen Verkehrsflüsse nicht wider: „Einer Veränderung der Vorfahrtsregelung wird daher durch den Straßenbaulastträger nicht zugestimmt“, so der Kreis Coesfeld.
Auch komme eine „streckenbezogene Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h nicht zum Tragen“, weil eine besondere örtliche Gefahrenlage nicht gegeben sei, schreibt die Straßenverkehrsbehörde des Kreises weiter. Dieser Entscheidung liegt eine Unfallauswertung der Kreispolizeibehörde zugrunde: Seit 2018 sind  auf der Hagenstraße  zwei Unfälle passiert, die allerdings beide auf Alkoholkonsum zurückzuführen seien, erklärte die Kreispolizei.   

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