Über 10.000 Euro für die Kultur in Nottuln

Kulturbeirat stellt erste Ergebnisse vor


Das ist der Nottulner Kulturbeirat: Dr. Gabriele Hovestadt, Ursula Schulze Tilling, Lea Jockisch, Thomas Brieden, Manfred Gausebeck, Nathan Schmedt und Dr. Dietmar Thönnes (v. li. n. re.) Foto: Gemeinde Nottuln

Seit Dezember 2020 ist der neue Kulturbeirat im Amt – nun konnte er seine ersten Ergebnisse präsentieren. Im Rahmen der Kulturförderung, durch die seit 2017 Projekte und Veranstaltungen der Kultur- und Brauchtumspflege finanziell unterstützt werden, stellt die Gemeinde Nottuln jährlich einen Förderetat zur Verfügung, über den der Kulturbeirat berät und seine Empfehlungen an den Ausschuss für Kultur, Sport und Ehrenamt ausspricht.

Seit Einrichtung der Fördermöglichkeit konnten rund 60 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von über 115.000 Euro unterstützt werden, darunter unter anderem der für seine Kulturarbeit auch über die Gemeindegrenzen hinaus bekannte Verein Kunst und Kultur, dessen beantragten Veranstaltungen mit mehr als 25 % des gesamten Fördervolumens bezuschusst werden konnten.

Die diesjährigen Kürzungen in Folge des Haushaltsdefizits um 30.000 € im Vergleich zum Vorjahr boten zwar keinen einfachen Einstieg für den neuen Kulturbeirat, dennoch stehen auch in diesem Jahr 20.000 € für die Kulturförderung zur Verfügung. Acht der insgesamt zwölf bisher eingereichten Anträge sollen nach den Empfehlungen des Kulturbeirates mit insgesamt 10.045 € unterstützt werden. Vor allem Kinder und Jugendliche, die ohnehin stark unter der Coronapandemie und dem damit verbundenen Homeschooling leiden, können sich in diesem Jahr besonders auf die Kulturangebote freuen. Aber auch für Erwachsene findet sich unter den zu fördernden Projekten eine Reihe an interessanten Veranstaltungen, die größtenteils auch unter Berücksichtigung anhaltender Hygiene- und Abstandsmaßnahmen umgesetzt werden können. Hinzu kommen zahlreiche Veranstaltungen, die im letzten Jahr pandemiebedingt nicht durchgeführt werden konnten und in diesem Jahr nachgeholt werden.

Leicht ist die Aufgabe des ehrenamtlich arbeitenden Kulturbeirats dabei nicht immer, der seine Empfehlungen auf Grundlage der Kulturförderrichtlinien und der zur Verfügung stehenden Gelder gerade erst nach sehr zeitintensiven und auch diskussionsreichen Videokonferenzen aussprechen musste. Dennoch konnte mit der Überarbeitung der Kulturförderrichtlinien eine Möglichkeit gefunden werden, die Fördermittel für einen weiteren Kreis zugänglich zu machen und die Antragsfristen grundsätzlich aufzuheben. Abgelehnte Anträge können so gegebenenfalls noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt gestellt und die Kulturfördergelder besser über das gesamte Jahr verteilt werden.

„Bei der Arbeit des Kulturbeirates soll es nicht nur darum gehen, wie mit Fördergeldern verfahren werden kann – Förderpolitik stellt schließlich nur einen kleinen Teil der Kulturpolitik dar. Vielmehr hat er die Aufgabe, Kultur in Nottuln maßgeblich mitzugestalten. Ein erster Schritt ist bereits getan und viele weitere Ideen sind schon in Planung“, erklärt Dr. Dietmar Thönnes, Bürgermeister der Gemeinde Nottuln.

Neben dem Bürgermeister, der zusammen mit dem Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur Sport und Ehrenamt, Manfred Gausebeck, und Kulturkoordinatorin Lea Jockisch den nicht stimmberechtigten Teil des Kulturbeirates umfasst, befinden sich mit Thomas Brieden, Dr. Gabriele Hovestadt, Nathan Schmedt und Ursula Schulze Tilling vier stimmberechtigte Mitglieder im Kulturbeirat, die nicht nur selber seit Jahren Kultur schaffen und anbieten, sondern auch über ein breites Netzwerk verfügen, von dem die Kultur in Nottuln profitieren kann.

Bei Fragen rund um die Themen Kultur und Kulturförderung informiert Lea Jockisch unter jockisch(at)nottuln.de oder 02502/942-246.

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