Die Waldkapelle

(Information durch den Heimatverein Darup)

In einem Wäldchen bei Darup liegt die "Waldkapelle"  in deren Innern sich ein als wundertätig verehrter, vortrefflicher, lebensgroßer Kruzifixus aus Sandstein am Baumkreuz befindet, geschaffen vom Bildhauer (Wilhelm Heinrich) Kocks im Jahr 1718.

Zwischen der alten Landstraße Coesfeld-Münster (Postweg) und der Bundesstraße 67 liegt mitten im Wald auf dem Daruper Berg die Kapelle. Das Kreuz steht auf einem Altar (Kalvarienberg) und hat das Aussehen eines mächtigen Baumes. Der Stamm ist 4,50 m hoch, sein Umfang beträgt 95 cm. Die zwei Äste, die den Querbalken des Kreuzes bilden, sind 1,10 m lang und 75 cm im Umfang. Der Körper des Heilandes hat eine Größe von 1,60 m.

Ursprünglich stand das im Jahre 1718 errichtete Kreuz geschaffen vom Bildhauer (Wilhelm Heinrich) Kocks im Freien. Die Inschrift im Altarsockel, aus der das Jahr 1718 errechnet werden kann, lautet wie folgt:

"Auserwähltes Kreuz, unsere Hoffnung und erwünschtes Siegeszeichen! Du bist ein göttliches Licht für die Erde und strahlst als Licht am Himmel. Hehres Kreuz Christi, sei gegrüßt, Schutzwehr der Frommen! Du warst uns die einzige Hoffnung und das Licht des Heils. Vater unser. Ave Maria."

Da sich nach einigen Jahren am Kreuz Witterungsschäden zeigten, entschloss man sich zum Bau einer Kapelle. Der da­malige Daruper Pfarrer Kleymann stellte einen Antrag auf Genehmigung des Kapellenbaus an den Bischof von Münster. Unterstützt wurde sein Vorhaben vom Freiherrn von Raesvelt auf Haus Hameren, Billerbeck, besonders aber vom Freiherrn von Oer, Kanonikus am Dom zu Münster.

In seinem Brief schreibt Pfarrer Kleymann unter anderem:

"Dieses Kreuz hat seit einigen Jahren begonnen, durch Wunder berühmt zu wer­den, die wenigstens den Zeugen offenkundig sind. Eine lahme Frau aus Havixbeck, die sich nur auf Krücken fortbewegen konnte, empfing dort den richtigen Gang zurück. Und so könnte ich überdies Euer hochwürdigsten Exzellenz berich­ten, welche Gnade auch einem Kinde aus Buldern nach der Darstellung der Mutter und mehreren anderen zuteil gewor­den sein soll. Deshalb geht meine untertänigste Bitte da­hin, Eure würdigste Exzellenz möge diesen Bau genehmigen und begrüßen".

In einem Brief vom 8. September 1753 teilt Freiherr von Oer dem Pfarrer Kleymann mit, dass eine Geldspende von 100 Talern zu erwarten sei. Der Freiherr erkundigt sich nach dem Kostenanschlag, den der "steinheuer von bomberg" für das von ihm zu liefernde Baumaterial eingereicht habe.

Zeitweilig war dieses Kreuz eine Wallfahrtsstätte für Pilgergruppen aus der näheren Umgebung. Der kleine Saal mit den abgeschrägten Ecken, Schweifdach und Dachreiter stammen aus dem Jahr 1753. Auch heute noch nutzen viele Gläubige die Waldkapelle als Rückzugsort zum Gebet und zur Besinnung.  

Der Hohlweg

Ab ging die Post – der Hohlweg war ein Teil der Verbindung des Postweges von Münster nach Dewenter. An seinem Ende finden wir die Waldkapelle, auch heute noch ein beliebter Ort für Familienspaziergänge oder genutzt als Möglichkeit der Ruhe. Gepflegt wird dieser Weg durch Aktive des Kolpingvereins, die jedes Jahr mit großem Erfolg zu einem „Großreinemachen“ im Frühjahr aufrufen. So ist es möglich, den gut erhaltenen Weg zu nutzen und die Atmosphäre auch mit den mittlerweile daran entstandenen „Waldgeistern“ auf sich wirken zu lassen.    

Bürgerservice A - Z

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z A-Z
Kontakt

Zentrale/
Baumberge-Touristik Nottuln

Stiftsplatz 7/8
48301 Nottuln

Frau Krause
Frau Blom

Telefon 02502 942 0
E-Mail touristik@nottuln.de

Allgemeine Öffnungszeiten des Rathauses

Mo. - Fr. 8.30 bis 12.30 Uhr
Mo. - Mi. 14.00 bis 16.00 Uhr
Do. 14.00 bis 18.00 Uhr