Ortskern Nottuln 2025

Zwei Jahre – von Ende 2013 bis Ende 2015 – dauerte es, bis das „Integrierte Handlungskonzept” für den Nottulner Ortskern fertiggestellt war. Jetzt geht es darum, die in dem Konzept entwickelten Maßnahmen und Pläne sukzessive umzusetzen.  

Die Auftaktveranstaltung für den Erarbeitungsprozess hat am 21. November 2013 stattgefunden, eine Planungswerkstatt am 27. März 2014. Im Rahmen der Planungswerkstatt wurden in vier Themengruppen bereits eine Vielzahl von Maßnahmenvorschlägen formuliert.

  • Entwicklung des Einzelhandels
  • Identität des Ortskerns: Kultur, Tourismus und Gastronomie, Stadtgestaltung
  • barrierefreier Ortskern und Ortsdurchfahrt
  • Ortskern für alle Generationen: soziale Infrastruktur, Spielmöglichkeiten, Treffpunkte

An dieser Stelle finden Sie die Dokumentation integriertes Handlungskonzept „Ortskern Nottuln 2025”.

 

 

 

 

 

Was ist ein „integriertes Handlungskonzept”?
In einem integrierten Handlungskonzept wird nicht nur ein bestimmter Teilaspekt des Ortskerns betrachtet (z.B. Barrierefreiheit), sondern es werden möglichst viele Funktionsbereiche untersucht und die gefundenen Lösungen aufeinander abgestimmt.
Mit Hilfe dieses Konzeptes kann daher eine auf die individuellen Bedürfnisse vor Ort zugeschnittene Zielvorstellung ermittelt werden, aus der eine Umsetzungsstrategie abgeleitet wird.
Die Öffentlichkeit wird an diesem Prozess aktiv beteiligt. Hierzu zählen die Bürgerschaft allgemein und alle Akteure im und um den Ortskern wie Einzelhändler, Bewohner, Gastronomie, Kindertageseinrichtungen, Kindergärten, Seniorenwohnheime, Ärzte und Dienstleister, Vereine und Interessensgemeinschaften sowie Verwaltung und Politik. 

 

 

 

Maßnahmen

 

Spielplatzgestaltung Kastanienplatz

Bereits im Rahmen der öffentlichen Planungswerkstatt am 27. 03.2014 wurde die Idee formuliert, die Aufenthaltsqualität im Ortskern durch die Einrichtung von Spielstationen insbesondere auch für Familien mit Kindern zu erhöhen. Gleichzeitig wurde als Mangel festgestellt, dass die Grünfläche am Kastanienplatz kaum genutzt wird und nicht in den Ortskern integriert ist. Ebenfalls wurde der Wunsch geäußert, die Aufenthaltsqualität am zentralen Stiftsplatz zu erhöhen. Diese Ideen wurden im Mai 2014 in einem gesonderten Arbeitskreis zum Thema „Spielmöglichkeiten im Ortskern“ konkretisiert. Der Arbeitskreis hat u. a. mögliche Flächen für die Aufstellung von Spielstationen im Ortskern bestimmt, aber auch die angestrebte Qualität solcher Spieleinrichtungen näher definiert.

Die vorgeschlagenen Flächen und die Ideen aus dem Arbeitskreis wurden im September 2015 in einer Planungswerkstatt mit Grundschulkindern ausführlich diskutiert und neue Ideen und Modelle aus Sicht der Zielgruppe Kinder erarbeitet. Die Planungswerkstatt für Grundschulkinder wurde vom Planungsbüro Stadtkinder aus Dortmund durchgeführt. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse hat das Planungsbüro einen Vorentwurf für Spielstationen im Ortskern von Nottuln entwickelt.

Die Verwaltung hat im Dezember 2015 bei der Bezirksregierung Münster einen Antrag auf Städtebaufördermittel für den Ortskern Nottuln gestellt. Im Zuge der Beratungsgespräche im Vorfeld der Antragstellung wurde deutlich, dass die Gestaltung eines räumlichen Bereiches in seiner Gesamtheit gegenüber Maßnahmen an verschiedenen Standorten im Ortskern zu bevorzugen ist.
Vor diesem Hintergrund wurde u. a. die Neugestaltung des Kastanienplatzes mit einem Spielplatz als Maßnahme zur Realisierung in 2016 zur Förderung beantragt. Das Planungsbüro Stadtkinder hat hierzu einen Entwurf erarbeitet, der insbesondere auch den Wünschen der Kinder in Bezug auf „Bewegen”, „Klettern” und „Wasser und Sand” Rechnung trägt. Durch eine entsprechende landschaftsgärtnerische Gestaltung werden auf der abschüssigen Grünfläche ebene Terrassen für unterschiedliche Spielgeräte bzw. Aufenthaltsbereiche eingerichtet.
Mitte 2016 bewilligte das Land NRW im Rahmen seines Städtebauförderungsprogrammes Fördergelder in  Höhe von 362 000 Euro für den Bau des Spielplatzes sowie für die Gestaltung des barrierefreien Ortskerns.
Mit dem Bau des Spielplatzes am Kastanienplatz wird voraussichtlich in den nächsten Wochen begonnen. Die Arbeiten sollen vor den Sommerferien abgeschlossen sein. 

 

Bauplan Spielplatz am Kastanienplatz

 

 

 


 

 

Barrierefreier Umbau Ortskern Nottuln

Erster Bauabschnitt und Materialwahl 

Das Vorhaben zum barrierefreien Umbau der Straßen und Gehwege im Ortskern von Nottuln ist seit einigen Jahren in der Diskussion.
In einem ausführlichen Planungsprozess hat die Verwaltung der Gemeinde Nottuln 2012/2013 gemeinsam mit einem externen Planungsbüro ein Maßnahmenkonzept  „Barrierefreier Umbau Ortskern Nottuln” erarbeitet (Planersocietät, Mai 2013).
Das weitere Vorgehen zur Umsetzung des Maßnahmenkonzeptes wurde anschließend in mehreren Sitzungen des Gemeindeentwicklungsausschusses behandelt. Schließlich wurde vereinbart, die Maßnahmen im Gesamtkontext des integrierten Handlungskonzeptes Ortskern Nottuln zur Förderung zu beantragen und umzusetzen.

Barriere freier Ortskern – Teil 1

Im integrierten Handlungskonzept ist der barrierefreie Ortskern ein eigenes Handlungsfeld und umfasst insgesamt vier Maßnahmen. Die erste Maßnahme und gleichzeitig Leitprojekt ist die Umsetzung des Maßnahmenkonzeptes der Planersocietät „Barrierefreier Umbau Ortskern Nottuln”.
Die Verwaltung hat im Dezember 2015 bei der Bezirksregierung Münster einen Antrag auf Städtebaufördermittel für den Ortskern Nottuln gestellt. 
Im Zuge der Beratungsgespräche im Vorfeld der Antragstellung wurde deutlich, dass die Gestaltung eines räumlichen Bereiches in seiner Gesamtheit gegenüber Maßnahmen an verschiedenen Standorten im Ortskern zu bevorzugen ist. Vor diesem Hintergrund wurde die Gesamtmaßnahme „barrierefreier Umbau” in insgesamt drei Bauabschnitte unterteilt und der erste Bauabschnitt als Maßnahme zur Realisierung in 2016/2017 zur Förderung beantragt (siehe Übersichtsplan über die Bauabschnitte).
Der erste Bauabschnitt umfasst den Bereich vom Twiälf-Lampen-Hok über die Kreuzung Petermann und die Einmündung Burgstraße bis zur Einmündung in die Stiftsstraße. Die Maßnahmen in diesem Abschnitt umfassen im Wesentlichen eine Erneuerung der Fahrbahnoberfläche und einen Umbau der Gehwege zu sogenannten „Komfort”-Wegen mit einer Mindestbreite von 1,50 m. 
Darüber hinaus werden an verschiedenen Standorten barrierefreie Querungsstellen angelegt. Insgesamt soll durch den Umbau eine Niveaugleichheit von Gehwegen und Fahrbahn erreicht werden.
In den Bereichen, in denen die Fläche begrenzt ist, wie zum Beispiel an der Einmündung Burgstraße, werden sogenannte Mischverkehrsflächen angelegt (siehe Maßnahmenplan des ersten Bauabschnitts).
Die Realisierung des ersten Bauabschnitts und insbesondere die Materialwahl für die verschiedenen Oberflächenbeläge waren nunmehr Thema der Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses am 13. April 2016. 
Beim Ortstermin vor der Ausschusssitzung und in der Sitzung selbst wurden verschiedene Materialmuster für die Bodenbeläge vorgestellt. Dabei handelte es sich um Beispiele, wie die Oberflächen der Fahrbahn, Gehwege, Querungsstellen, Mischverkehrsfläche und der Entwässerungsrinne gestaltet werden können (Betonstein- und Klinkerpflaster).
Der Fördermittelgeber hat in den Beratungsgesprächen deutlich gemacht, dass die Material- und Farbwahl an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden muss. Insbesondere darf für die Querungsstellen keine kontrastierende Farbe gewählt werden (z. B. rot).
Darüber hinaus hat die die Verwaltung zwei grundsätzliche Gestaltungsvarianten erarbeitet: Die Fahrbahn kann einmal mit Natursteinpflaster mit hoher Verfugung, und alternativ mit Betonsteinpflaster in Antik-Optik ausgestattet werden.
In beiden Varianten werden die Gehwege mit Betonsteinen gepflastert, es stehen jeweils verschiedene Farbgestaltungen und Formate zur Auswahl. Eine Materialauswahl traf der Ausschuss noch nicht.

Ausstellung der Materialien auf dem Wochenmarkt

Die unterschiedlichen Materialien wurden am 30. Juni 2016 auf dem Wochenmarkt im Rahmen einer Ausstellung vor der Aschebergschen Kurie vorgestellt. Dabei wurden der Bevölkerung acht verschiedene Steinsorten für den Fahrbahnbelag und fünf verschieden Sorten für die Gehwege vorgestellt. Die Bürger konnten sich bei einer Abstimmung für ihren Favoriten entscheiden. 

Übersichtsplan_Bauabschnitte
Maßnahmenplan_Erster Bauabschnitt
Präsentation in der Ausschusssitzung 13. April 2016
Pflastersteine: Ausstellung auf dem Wochenmarkt am 30. Juni 2016


 

 

Geplante Sanierung Parkplatz Hanhoff

Für den „Hanhoff” im Nottulner Ortskern besteht aufgrund des schlechten Zustandes des Pflasters dringender Handlungsbedarf. Für eine dauerhaft tragfähige Pflasterung, die den Anforderungen als Parkplatz und auch als Standort von Fahrgeschäften für den Martinimarkt genügt, ist eine umfassende Sanierung notwendig.
Die Schäden an der Pflasterdecke werden auf dem Platz selbst als auch im Bereich der Apotheke, wo sich weitere Parkplätze befinden, ersichtlich.
Um den Zustand dauerhaft zu verbessern ist eine Erneuerung der unteren Tragschichten notwendig.

Ein erster Entwurf zur Neugestaltung

Nach einem ersten Entwurf des Ingenieurbüros nts aus Münster sollen die Fahrspuren zukünftig asphaltiert, die Parkflächen in Betonsteinpflaster und alle anderen Bereiche in Betonsteinen mit Klinkeroptik ausgeführt werden.
Die Materialien werden denen entsprechen, die für die Neugestaltung des barrierefreien Ortskern verwendet werden. So soll insofern ein einheitliches Bild geschaffen werden.
Dabei würden fünf Parkplätze durch den Umbau wegfallen. Grund dafür ist zum einen die Neugestaltung und zum anderen die Verbreiterung der Parkplätze gegenüber dem Bestand.

Die Zufahrt erfolgt weiterhin wie bisher über die Von-der-Reck-Straße, die Durchfahrt erfolgt jedoch über eine Einbahnstraßenregelung. Somit werden zusätzliche Straßenbreiten für Begegnungsverkehr überflüssig.
In der Mitte der Parkfläche entsteht nach diesem Entwurf ein Grünbereich, der für Fußgänger zu durchlaufen ist, ohne dass sie die Verkehrsfläche betreten müssen.
Darüber hinaus wird zur weiteren Aufwertung des Platzes ein kleiner begrünter Aufenthaltsbereich vorgesehen.
Diese Überlegungen befinden sich jedoch noch in einem frühen Planungsstadium und es werden noch unterschiedliche Varianten der zukünftigen Ausführung und Gestaltung des Parkplatzes geprüft.
Die Pflasterung rings um den Gebäudekomplex wird entsprechend der des Innenhofs erneuert.

Bei dieser Maßnahme fallen aller Voraussicht nach Beiträge der Anlieger nach dem Kommunalabgabengesetz (KAG) an.

Frühzeitige Information der Hanhoff-Anlieger

Die Anlieger des Hanhoff sollen frühzeitig, voraussichtlich ab Sommer 2017, über die weiteren Schritte der Planung informiert werden. Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Planungsarbeiten ist jedoch zunächst das Vorliegen des Haushaltes (voraussichtlich März 2017).
Die Erhebung von KAG-Beiträgen von den Anliegern wird ebenfalls Gegenstand der Information der Anlieger sein.
Mit der Verabschiedung der Haushaltssatzung müssen zunächst weitere Untersuchungen und die weitere Planung in Auftrag gegeben werden. Die Untersuchungen betreffen zum Beispiel den Zustand des Untergrundes, der Versorgungseinrichtungen und Kanäle.
Darüber hinaus ist auch die Materialentscheidung zum barrierefreien Ortskern noch nicht abschließend erfolgt.
Die konkreteren Planungen bis zur Baugenehmigung erfolgen dann im Laufe des Jahres. Anschließend an Ausschreibung und Vergabe kann voraussichtlich im Frühjahr 2018, je nach Witterungsverhältnissen, mit dem Bau begonnen werden.
Der genaue Ablauf der Baustelle, insbesondere zum Beispiel die durchgehende Erreichbarkeit der Geschäfte und die Schaffung von Ersatzparkplätzen werden rechtzeitig im Vorfeld mit den betroffenen Anliegern besprochen.

 

 

 

Parkplatz im Hanhoff
Die Pflasterung des Parkplatzes im Hanhoff weist massive Schäden auf und muss dringend saniert werden.
Archiv-Bild: Gemeinde Nottuln

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Kontakt
Fachbereich 3 Planen & Bauen
Stiftsplatz 7/8
48301 Nottuln

Frau Juta-Wiggeshoff
Telefon: 02502 942 340
E-Mail: juta-wiggeshoff(at)nottuln.de 

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