Definition Fotovoltaik:
Unter Fotovoltaik oder Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Strahlungsenergie, vornehmlich Sonnenenergie, in elektrische Energie. Sie ist seit 1958 zunächst in der Energieversorgung von Weltraumsatelliten mittels Solarzellen im Einsatz. Inzwischen wird sie zur Stromerzeugung auf der ganzen Welt eingesetzt und findet Anwendung auf Dachflächen, bei Parkscheinautomaten, an Schallschutzwänden oder auf Freiflächen. Der Name setzt sich aus den Bestandteilen Photos – das griechische Wort für Licht – und Volta – nach Alessandro Volta, einem Pionier der Elektrotechnik – zusammen. Die Photovoltaik gilt als Teilbereich der umfassenderen Solartechnik, die auch andere technische Nutzungen der Sonnenenergie einschließt.

Häufig gestellte Fragen 
  zum Thema Fotovoltaikpark in der Gemeinde Nottuln

 

Ein Fotovoltaikpark in Nottuln-Appelhülsen:

Am Rand des Nottulner Ortsteiles Appelhülsen ist ein innovatives Projekt der Versorgung mit regenerativer Energie entstanden:

Auf einer Fläche zwischen der Bundesautobahn A 43, der Landesstraße L 551 und der Stever ist seit dem 23.10.2008 ein Fotovoltaik Park »am Netz«: die erste Frei flächenanlage dieser Größe in Nordrhein-Westfalen. 

Bei der Planung und der Umsetzung des Projektes haben insbesondere die Bezirksregierung Münster und der Kreis Coesfeld konstruktiv mit gewirkt und die Gemeinde Nottuln nachhaltig unter stützt.  

Ein Fotovoltaik-Park hat bestimmte Anforderungen an seine Lage.

Bei der vorbereitenden Gebietsauswahl wurden insbesondere die folgenden Vorgaben beachtet:

  • Keine Zerschneidung von Freiflächen

  • Keine Zerstörung des Landschaftsbildes

  • Schutz ab stand zur Wohnbebauung

  • Keine hohe ökologische Wertigkeit der Fläche

  • Einhaltung der Bedingungen des Erneuerbare Energiengesetzes

  • Sonstige planerische Voraussetzungen 
    (z.B. Hochwasserschutz, Ziele der Raumordnung, etc.)  

Bei der Betrachtung verschiedener Flächen in Appelhülsen hat sich bei der Berücksichtigung dieser Anforderungen eine Fläche als planerisch günstig herauskristallisiert: die etwa 17 ha große Fläche zwischen Auto bahn, Landesstraße und Stever. Vorerst ist für die geplante Anlage eine Fläche von 7 ha aus reichend; des halb wurde die Fläche zwischen Stever und Roggenbach zunächst nicht überplant - ohne hin ist ein Teil dieser nun nicht benötigten Fläche als Überschwemmungsgebiet ausgewiesen.

Das Gebiet wurde zuvor hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt. Der Abstand zur nächsten Wohnbebauung beträgt 240 m. Die Fotovoltaik-Module selbst verursachen keine Emissionen. Die geringen Geräuschemissionen der Wechselrichter stellen auf Grund des hohen Abstandes zur nächsten

Wohnbebauung kein Problem dar. 

 

Von der Idee zur Realisierung:

Die Idee zu diesem ambitionierten Projekt entstand im Sommer 2007 in der Gemeindeverwaltung. Seit diesem Zeit punkt betreut eine Projektgruppe die Realisierung. Der erste Ratsbeschluss zur Durchführung des Projektes wurde am 04.10.2007 gefasst.

Die weiteren Beschlüsse folgten am 10.12.2007 (Regionalrat: Zielabweichungsverfahren), 19.02.2008 (Gemeinderat: Beschluss zur Projektrealisierung), 11.03.2008 (Gemeinderat: Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan), 24.04.2008 (Bezirksregierung: Genehmigung des Flächennutzungsplanes).

Termin der offiziellen Übergabe:

Donnerstag, 23. Oktober 2008

  • Kontakt / Informationen:
    Gemeinde Nottuln
    Stiftsplatz 7/8
    48301 Nottuln
    Telefon: 02502 / 942-0
    e-mail: info@nottuln.de  

 

 

Angaben zur Fläche:

  • Größe der Fläche: 7 ha

  • Lage: Gemeinde Nottuln,

  • Ortsteil Appelhülsen, Dreieck zwischen A 43, L 551 und Roggenbach

  • Art der Fläche: Ehemalige Ackerfläche

  • Versiegelung: Nach Fertigstellung ca. 1 % der Fläche  

Wirtschaftliche Daten

  • Investitionskosten der Anlage 
    (ohne Nebenkosten): 4,1 Mio. €

  • Veranschlagte Sonnenstunden: 877 h p.a. 
    (Empfehlung der Energieagentur NRW)

  • Einspeisevergütung gemäß EEG auf 20 Jahre 
    gesetzlich garantiert: 0,3549 € / kWh

  • Bürgerbeteiligung 
    (in Form von Kreditvergabe): 125.000 €  

CO2-Einsparung

Nach 3 bis 6 Jahren hat eine Fotovoltaikanlage die Energie wieder »eingespielt«, die zu ihrer Herstellung auf gewandt werden musste. Bei den Dünnschichtzellen des hier eingesetzten Typs ist dieser Wert sogar niedriger. Nach dieser Zeit gewinnt die Anlage zusätzliche Energie.

Die Anlage produziert also im Laufe der Jahre ein Vielfaches der Energie, wie zu ihrer Herstellung aufgewandt werden musste. Fossile Energietechniken amortisieren sich nie energetisch, da immer neue Energie zugeführt werden muss.  

 

Technische Daten

  • Hersteller: First Solar

  • Bauweise: Freilandanlage, Unterkonstruktion gerammt

  • Ausrichtung: Süden

  • Modulart: Dünnschichtmodule:Cadmium Tellurit 
    (Außer gewöhnliche Leistung auch bei diffusem Licht; 
    hohe Temperaturtoleranz)

  • Gesamtleistung: 1.205,82 kWp

  • Nennleistung je Modul: 72,5 kWp (im Schnitt)

  • Anzahl der Module: 16.632

  • Gewicht je Modul: ca. 12 kg

  • Länge x Breite: 1.200 mm x 600 mm

  • Modulwirkungsgrad: 10,06 %

  • Höhe der Module: ca. 2 m

  • Zaunlänge: ca. 1.500 m

  • Anzahl der Wechselrichter: 2

  • Visualisierung: 
    Aktuelle Leistung  
    Gesamtleistung  
    CO2-Einsparung

Die Fotovoltaikanlage soll innerhalb der gelb gekennzeichneten Fläche entstehen.

Fotos aus der Örtlichkeit in Appelhülsen Lage der Flächen in Google-Earth

 

Nottuln. 
Der Gemeinderat hat am 19.02.2008 mit einem Mehrheitsbeschluss grünes Licht gegeben für die Anlage eines Fotovoltaik-Parks in Appelhülsen. Um 22.20 Uhr stimmten SPD, UBG, Grüne und FDP zusammen mit Bürgermeister Peter Amadeus Schneider für das Millionenprojekt, das auf der sieben Hektar großen Fläche zwischen Roggenbach, A43 und L551 entstehen soll.

Diesen 21 Ja-Stimmen standen die Nein-Stimmen der 15 anwesenden CDU-Ratsmitglieder gegenüber. Die CDU, das wurde in der vorausgegangenen Diskussion deutlich, sieht in dem Projekt mehr Risiken als Chancen. Für die Befürworter waren dagegen die vorliegenden Wirtschaftlichkeitsberechnungen und prognostizierten Erträge sowie ein zu erwartender Image-Gewinn für die Gemeinde ausreichend, um dem Projekt zuzustimmen.

Der Fotovoltaik-Park mit einer Leistung von 1,2 Megawatt soll entgegen der ursprünglichen Planung nun ohne Eigenmittel, also allein über Kredite finanziert werden. Neue Berechnungen des Wirtschaftsprüfers hatten ergeben, dass diese Variante wegen der geringer ausfallenden Steuerlast sogar wirtschaftlicher sei als bei einer Finanzierung mit einem Eigenkapitalanteil. Es geht um ein Investitionsvolumen von rund 4,3 Mio. Euro.

Aufgrund des Ratsbeschlusses kann die Gemeindeverwaltung nun für das Projekt ein beschränktes Ausschreibungsverfahren durchführen. Beschlossen wurde für den Fall, dass die Firmenangebote schlechter als die Kalkulation ausfallen, dass der Gemeinderat vor der eigentlichen Auftragsvergabe erneut zu beteiligen ist.

Westfälische Nachrichten
VON LUDGER WARNKE, NOTTULN

Stimmen der politischen Parteien in Nottuln ...

Weitere Infos zur Fotovoltaik (Wikipedia

... aktuelles: Artikel in der Berry républicain (Frankreich - St. Amand-Montrond) vom 18.03.2009 - Fotovoltaik

 

 


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