Flüchtlinge in Nottuln

Die Gemeinde Nottuln ist rechtlich dazu verpflichtet, Flüchtlinge nach einem landesweit einheitlichen Verteilungsschlüssel („Königsteiner Schlüssel”) aufnehmen.
Der deutschlandweite Rückgang der Flüchtlingszahlen macht sich auch in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes NRW in der ehemalige Hauptschule in Nottuln bemerkbar: Diese wurde zum 30. Juni 2016 geschlossen.
Im Moment leben 163 Flüchtlinge (Stand: Januar 2017) in gemeindlichen Übergangswohnheimen an sechs Standorten im Gemeindegebiet, zu denen auch die ehemalige Hauptschule zählt. Zurzeit leben dort 19 Personen.
Da Nottuln ab Anfang des Jahres 2017 mit bis zu weiteren 100 Zuweisungen rechnen muss, hat der Gemeinderat beschlossen, weitere Übergangswohnheime schaffen. Die sollen in Nottuln am Wellenfreibad, in Appelhülsen am Heitbrink sowie in Darup angrenzend an den Friedhof entstehen.

Die Bearbeitung der Leistungsansprüche, die Betreuung der Unterkünfte und die Unterstützung der Asylsuchenden bei der Orientierung in Nottuln wird von den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung (Fachbereich 2 „Schule und Soziales”) übernommen.

 

Hilfe bei der Integration von Flüchtlingen

Die Integration von Flüchtlingen ist zu einem wichtigen Thema geworden. Wer dabei aktiv werden will und mithelfen möchte, kann sich entweder mit der Ehrenamtskoordination für Flüchtlingsarbeit der Gemeinde Nottuln (Carola König und Claudia Jess) unter willkommen(at)nottuln.de  oder mit der Flüchtlingshilfe Nottuln unter www.fluechtlingshilfe-nottuln.de in Verbindung setzen.

 

„Initiative Deutschstunde”

Bei der „Initiative Deutschstunde” handelt es sich um eine Gruppe von knapp 20 ehrenamtlich engagierten Bürgern aus Nottuln, die Flüchtlingen in Nottuln, Schapdetten und Darup Deutschunterricht geben. Die Deutschkurse werden durchgehend von montags bis freitags angeboten.
In Nottuln (Katholisches Pfarrheim, Heriburgstraße) und Darup finden die Kurse dienstags, donnerstags und freitags statt, in Schapdetten (ehemalige Grundschule, Roxeler Straße) montags, mittwochs und freitags.

Ansprechpartnerinnen: 

Für Nottuln:
Margot Ortbach, Mobil: 0170 60 33 556; E-Mail: margot@ortbach.de
Für Schapdetten:
Mathilde Strusinna, Tel. 02509 767; E-Mail: mathilde.strusinna(at)t-online.de  

 

„MoMi-Gruppe”

Die „MoMi-Gruppe” ist eine Gruppe von ehrenamtlichen engagierten Nottulnern, die am Montag und Mittwoch (jeweils von 10 bis 12 Uhr sowie mittwochnachmittags von 16 bis 17.30 Uhr) im DJK- Sportlerheim, Niederstockumer Weg 7a in Nottuln anbietet.

Ansprechpartnerin:
Iris Mielert,  Mobil 0172 5388747

 

Aufnahme und Verteilung von Flüchtlingen

Ausländische Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, sind von den Bundesländern unterzubringen und zu betreuen. Auf die 16 Bundesländer erfolgt die Verteilung nach dem „Königsteiner Schlüssel”. Auf Nordrhein-Westfalen bezogen bedeutet die Berechnungsgrundlage „Königsteiner Schlüssel”, dass unser Bundesland etwa 21 Prozent aller Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen hat.  

 

Erstaufnahmeeinrichtungen

Untergebracht werden die Flüchtlinge in sogenannten Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE), die vom Land NRW betrieben werden. Dort bleiben neu ankommende Flüchtlinge in der Regel die ersten Wochen nach ihrer Ankunft. In den EAE werden die Flüchtlinge registriert, medizinisch untersucht und mit dem zum Leben notwendigen versorgt. Zudem haben sie in dieser ersten Zeit in den neuen Heimat die Gelegenheit, ihren Asylantrag bei einer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zu stellen und zu begründen. Dieses Bundesamt ist die zuständige Behörde für die Entscheidung über das Asylgesuch. 
Nach der Zeit in den Erstaufnahmeeinrichtungen werden die Flüchtlinge einer der 396 Städte und Gemeinden in Nordrhein- Westfalen zugewiesen. Dabei haben sie für die Dauer des Asylverfahrens Residenzpflicht für die jeweilige Kommune. Die Verteilung der Menschen auf die Städte und Gemeinden erfolgt nach einem Schlüssel, der sich zu 90 Prozent aus der Gemeindegröße und zu 10 Prozent aus der Einwohnerzahl errechnet.

 

Nach der Zuweisung

Nach der Zuweisung sind die Städte und Gemeinden für die Unterbringung, Versorgung und Betreuung der Flüchtlinge verantwortlich. Asylsuchende haben Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), wenn sie nicht über ausreichendes Einkommen oder Vermögen verfügen. Nach dem Gesetz werden Leistungen für das Wohnen erbracht, Regelbedarfe an die Flüchtlinge gezahlt und die Krankenversorgung sichergestellt.
Innerhalb des laufenden Verfahrens umfasst die Krankenversicherung allerdings nur die Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände. Asylbewerber dürfen nach drei Monaten in Deutschland grundsätzlich eine Erwerbstätigkeit aufnehmen.
Es muss jedoch für ein konkretes Stellenangebot bei der Ausländerbehörde eine Arbeitserlaubnis beantragt werden und von der Agentur für Arbeit eine Vorrangprüfung erfolgen.
Bei dieser prüft die Agentur, ob diese konkrete Stelle vorrangig von EU-Bürgern besetzt werden könnte. Diese Prüfpflicht entfällt ab dem 15. Monat.

In 2014 erreichten 202 000 Asylsuchende Deutschland. Ende 2015 lag die Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland gekommen sind, bei etwa 890 000. Durch die Schließung der Balkanroute gingen die Flüchtlingszahlen 2016 deutlich zurück: Für das vergangene Jahr registrierte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) noch gut 280 000 Flüchtlinge, die nach Deutschland gekommen sind. Weitere Informationen zur Entwicklung der Flüchtlingszahlen gibt es auf der Internetseite des Bundesministeriums des Inneren

 

Aktuelle Entwicklung der Flüchtlingszahlen in NRW

Aktuelle Zahlen zu Flüchtlingen, die in diesem Jahr nach NRW gekommen sind, gibt es auf der Seite der nordrhein-westfälischen Landesregierung unter www.land.nrw.de.