Partnerstadt Nottulns: Chodziez in Polen

Wir stellen unsere Partnerstadt vor:
Wappen von Chodziez

Burmistrz Miasta
tel. centrala: +48/ 67/ 28 27 171
tel.  sekretariat: +48/ 67/ 28 27 212
fax  +48/ 67/ 28 27 323
www.chodziez.pl

Weitere Infos:
Herr Skibinski,  +48 /67/ 282 35 26
Urzad Miejski, ul. Paderewskiego 2,

64-800 Chodziez
woj. wielkopolskie

64-800 Chodziez
woj. wielkopolskie
64-800 Chodziez
woj. wielkopolskie

Das Komitee für Städtepartnerschaft im Internet: www.chodziez.de

rpfeil.gif (101 Byte) Veranstaltungen in Chodziez


Geographische Lage:

Chodziez liegt im nördlichen Teil Großpolens, in der Chodzieskie-Seenplatte. 
Die wichtigsten Bestandteile der für diese Seenplatte typischen Landschaft sind ein postglaziales Relief, Wälder und Seen. Durch diese drei Elemente wird die Umgebung der Stadt als die "Schweiz von Chodziez" bezeichnet.
Fünf Kilometer westlich von Chodziez, am Rande der Chodzieskie-Seenplatte, erhebt sich der 192 m ü.NN. hohe Berg Gontyniec als der höchste Gipfel einer Kette von Moränenhügeln und zugleich als die höchste Erhebung des nördlichen Großpolen. Ihre Umgebung ist abwechslungsreich durch tiefe Täler und Kämme von Hügeln, die von einem dichten, 100 Jahre alten Buchenwald bewachsen sind. Der Ort Gontyniec liegt ca. 150 m oberhalb des 7 km nördlich verlaufenden Tals des Flusses Notec.
Innerhalb der Stadtgrenzen befinden sich drei Seen, und zwar Miejskie (104 ha), Karczewnik (34 ha) und Strzeleckie (18 ha). Durch besondere Klimaverhältnisse wurde hier in den 1920er Jahren ein Sanatorium für Tuberkuloseerkankungen gegründet, das in den letzten Jahren in ein Krankenhaus für Eisenbahner umgewandelt wurde.

Karte: Lage von Chodziez

Luftbild von Chodziez

Infolge der 1772 erfolgten Teilung Polens gelangte die Stadt zu Preußen.
Von großer Bedeutung für die Weiterentwicklung der Stadt war die Gründung eines Kreises, deren Hauptstadt 1818 Chodzie2 wurde. Seitdem gewann diese Stadt den Charakter eines lokalen Verwaltungszentrum, was es bis 1975 blieb, als die Einteilung Polens in Kreise abgeschafft wurde.
Die Traditionen von Chodziez im Bereich der Keramik wurden von zwei deutschen Kaufleuten eingeleitet, die 1855 die erste Fayence-Fabrik eröffneten. 1897 wurde eine Porzellanfabrik in Betrieb genommen. Die Entwicklung der Stadt wurde in bedeutendem Maßen durch die Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Poznan - Chodziez Pila (1879) beeinflusst.

Chodziez

Zur Geschichte der Stadt:

Die Anfänge von Chodziez reichen bis ins. 15. Jh. zurück. Eine Wendepunkt war dabei der 3. März 1434, als Wladyslaw Jagiello ein Privileg als Zustimmung des Königs zur Anlegung der Stadt gemäß dem Magdeburger Recht erließ. jahrhundertelang war es eine private Stadt, die nach ihren letzten Besitzern, der Familie Grzymalita, das Wappen "Grzymala" erhielt.
Eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung von Chodziez spielte die um 1656 erfolgte Ankunft einer Gruppe von Tuchmachern aus Leszno. Neben der ältesten, mittelalterlichen Bauanlage der Stadt, dem Marktplatz, entstand Mitte des 18. Jh. die sog. Neue Stadt, die von Webern und Tuchmachern besiedelt wurde. Heutzutage kennzeichnet sich dieser Teil der Stadt (Kogciuszki-Straße) durch charakteristische Giebel von Häusern, die auf langen Grundstücken stehen. Im hinteren Teil eines jeden Grundstücks standen einst hölzerne Behausungen, die für die Lagerung von Wolle und Tuch genutzt werden.

Chodziez

Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Ausbruch des Großpolnischen Aufstandes erschien die Hoffnung auf die Rückkehr zu Polen wieder. Die Bewohner von Chodziez beteiligten sich an den Kämpfen um diese Stadt, die sie am 8. Januar 1919 eroberten. Doch erst mit den Beschlüssen des Versailler Vertrags wurde endgültig über die Rückkehr der Stadt zu Polen entschieden. Am 19. Januar 1920 marschierten in die Stadt die polnischen Militär- und politischen Behörden ein. Im Zeitraum zwischen den beiden Weltkriegen galt Chodziez als ein wichtiges Verwaltungszentrum im Grenzgebiet zwischen Polen und Deutschland. Sie hatte einen Arbeitercharakter, was im Zusammenhang mit einer bedeutenden Entwicklung der Fayence-Fabrik stand.

Da die Stadt im Grenzgebiet lag, hatte die deutsche Bevölkerung einen 30% großen Anteilen an der sämtlichen (8.500) Einwohnerzahl. Während der deutschen Besatzung vollzog sich eine Ausrottung der einheimischen Bevölkerung, und zwar durch Hinrichtungen und Terror. Innerhalb von vier Jahren hatte die Einwohnerzahl von Chodziez beinahe um die Hälfte abgenommen. Mit dem Einmarsch der sowjetischen Truppen in der Nacht vom 22. zum 23. Januar 1945 war die deutsche Okkupation zu Ende.
Die Stadtverwaltung empfing mehrmals ehrwürdige Preise und Auszeichnungen, die ihr für ihre Leistungen im Bereich der Sauberkeit und Ästhetik der Stadt zuerkannt wurden. 1974 wurde der Stadt der Titel "Der Polnische Wirtschaftsmeister" verliehen, später, im Jahre 1979 wurde sie durch den Staatsrat für ihre sämtlichen Leistungen mit dem Arbeitsorden der 1. Klasse ausgezeichnet. In den letzten Jahren des wirtschaftlichen Wandels nahm das Entwicklungstempo der Stadt etwas ab.

Chodziez

Die zweifellos größte Aufgabe, für die beträchtliche finanzielle Mittel aufgewendet werden müssen, ist der Bau einer städtischen Kläranlage. Die Gestaltung dieser Investition wird bis zum Ende des laufenden Jahrhunderts geplant, wobei man die Bedürfnisse der kommenden Generationen in Betracht zieht. Dies ist eine Teil des Programms des Stadtrates, nach dem Chodziez zu einem ökologisch sauberen Zentrum für Fremdenverkehr und Erholung umgestaltet werden soll. Angesichts dessen ist die Industrie in den Hintergrund gerückt.
Diese malerisch gelegene Stadt hat immer noch eine große Anziehungskraft für die Touristen. Da hier ein reiches, postglaziales Relief mit Kiefern- und Mischwäldern bewachsen ist, wird diese Gegend auch als die "Schweiz von Chodziez" bezeichnet. Innerhalb des 1267 ha großen Stadtgebietes befinden sich 3 Seen, und zwar Miejskie, Strzeleckie und Karczewnik, deren Gesamtfläche ca. 13% der Fläche dieses Gebietes ausmacht. Einer aktiven Erholung sind hier solche Sportanlagen förderlich wie eine Schwimmhalle, ein Fußballstadion und Tennisplätze. Auf dem städtischen See finden jedes Jahr Segel- und Motorsportwettkämpfe statt. Diese letzteren haben einen Europa- und Weltrang; 1993 haben die Motorsportwettkämpfe in der Klasse 0..350 stattgefunden. Mit dem jeden Mai veranstalteten Grzmylita-Lauf wird der Massensport gefördert.
Die lokalen Musiktraditionen werden bis zum heutigen Tag fortgesetzt, und zwar durch ein Blasorchester, das unmittelbar nach der Beendigung der deutschen Besatzung gegründet wurde. Es war zuerst mit der Keramikfabrik verbunden, z.Z. arbeitet es mit dem Kulturhaus von Chodziez zusammen. In den 70er Jahren wurden die jährlichen Jazz-Workshops aufgenommen, wobei durch Begegnungen der Jugendlichen mit den polnischen und ausländischen Stars neue Talente entdeckt werden konnte.
Die jüngste regelmäßige Veranstaltung sind die Nationalen Festspiele für Kinderlieder, die seit 1991 geboten werden. 1995 galt Chodziez- als Mitveranstalter der XIII. Nationalen Festspiele der Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr.


zurück zur Seite: Europäische Partnerschaften


alternative Navigation:
Home | Zahlen-Daten-Fakten-Pläne | Politik | Rathaus / Bürgerservice | Wirtschaft / Handel | Geschichte 
Freizeit / Tourismus | Musik / Kultur /Sport | Service | Impressum | Kontakt | zentraler Posteingang: Email | Suche