Bürgerstiftung
Nottuln - Pressestimmen (Westfälische Nachrichten)



Die Gremien der Bürgerstiftung Nottuln
22 Stifter haben die „Bürgerstiftung Nottuln“ gegründet. Das
Anfangskapital beträgt 52 400 Euro. Größte Einzelstifter sind: Sparkasse
Westmünsterland (10 000 Euro), Anonym (8000 Euro), Volksbank Nottuln (7500
Euro), Westfälische Provinzial Versicherung (5000 Euro), Volksbank
Lette-Darup-Rorup (2500 Euro).
Gremien der Stiftung sind die Stifterversammlung (ähnlich einer
Mitgliederversammlung), der Stiftungsrat (Kontrollorgan) und der
Stiftungsvorstand (Leitung). Den Vorstand bilden: Erich Rump (Vorsitzender),
Ingeborg Bispinck-Weigand (stellv. Vorsitzende), Bernhard Schöppner
(Schatzmeister) sowie Harald Czipull und Bernd Schöpper. Dem Stiftungsrat gehören
an: Klaus Evermann, Werner Gröne, Hugo Hattrup, Hubert Kellermann, Bettina
Kerkhoff, Bernhard Schmitz-Eversheim, Gerhard Schmitz, Ulrich Suttrup, Karl
Weckendorf und Norbert Wienke.
Westfälische
Nachrichten, 11. April 2008
Zusagen für 20 000 Euro liegen vor

Die
Informationsveranstaltung über die geplante Bürgerstiftung stieß auf gute
Resonanz. Bürgermeister Schneider freute sich über zahlreiche Bürger.
(Foto: Marita Strothe-Garus)
Nottuln. Bürgermeister Peter Amadeus
Schneider war am Mittwochabend die Freude anzumerken: Gut 60 interessierte Bürger
waren in die Alte Amtmannei zum Informationsabend der Gemeinde über die
geplante Bürgerstiftung gekommen, die Schneider gerne zum Jahreswechsel ins
Leben rufen möchte. „Bürgerstiftung Nottuln: eine Chance für die ganze
Gemeinde“ hatte er seinen Vortrag überschrieben.
Schneider erinnerte an die Jahrhunderte lange Tradition von Stiftungen, die den
Geldgebern moralische statt finanzieller Rendite einbringt. „Nicht zuletzt
leben wir in einem Stiftsdorf“, so Schneider.
Eine besondere Motivation für die Beteiligung an einer Bürgerstiftung sei,
etwas für seinen Ort zu tun und dabei Bleibendes zu schaffen. Im Gegensatz zu
Spenden und Sponsoring dürfe das Stiftungskapital nicht angetastet werden,
betonte Schneider. Nur die erwirtschafteten Erträge dürften für Projekte
eingesetzt werden, die mit dem Stiftungszweck, der in der Satzung beschrieben
sein müsse, vereinbar seien. Nutznießer der geplanten Nottulner Bürgerstiftung
sollten etwa Projekte aus Bildung, Kultur, Kinder- und Jugendarbeit, Integration
von Behinderten, Natur- und Umweltschutz, Heimatkunde und –pflege sowie Förderung
internationaler Verständigung sein.
Wichtigstes Merkmal der Bürgerstiftung sei das Engagement der Bürgerinnen und
Bürger geografisch begrenzt für ihren Ort. Die Stiftung sei wirtschaftlich und
politisch unabhängig und weder konfessionell noch parteipolitisch gebunden.
Eine Dominanz einzelner Stifter werde abgelehnt. „Ich werde hier das Schiff
auf Stapel legen und mich dann zurückziehen“, verdeutlichte der Bürgermeister
salopp sein persönliches ehrenamtliches Engagement zum momentanen Zeitpunkt.
Das Stiftungsgrundkapital müsse 50 000 Euro betragen, Hinzustiftungen zur Erhöhung
des Kapitals und Spenden seien im weiteren möglich, informierte Schneider. Mögliche
Einnahmequellen von Stiftungsgeldern seien ortsansässige Unternehmen und
Kreditinstitute, wohlhabende Menschen und Erlöse aus Aktionen, die Gemeinde
selbst dürfe sich nicht beteiligen.
Wie geht es nun weiter? Der erarbeitete Satzungsentwurf ist bereits mit
Stiftungsaufsicht und Finanzbehörde abgestimmt und wird Ende dieser Woche auch
im Internet nachzulesen sein. Bürgermeister Schneider hat sich vorgenommen, bis
Ende November Absichtserklärungen, das Stiftungsgeschäft tätigen zu wollen,
zu sammeln und potenzielle Mitglieder für Stiftungsrat und Vorstand zu
gewinnen. Schneider ist optimistisch, dann Zusagen in der erforderlichen Höhe
zu haben, weil bereits Voraberklärungen von 20 000 Euro vorliegen. „Bitte
sprechen sie mich persönlich an“, ermunterte Schneider
Stiftungsinteressierte, auch um weitere Ideen und Hinweise in die Planung
einfließen zu lassen.
Neben Bürgermeister Schneider (E-Mail: schneider@nottuln.de)
steht auch Gemeindeoberrechtsrat Franz-Josef Rickert als ehrenamtlicher
Ansprechpartner für Fragen und Infos zur Bürgerstiftung zur Verfügung.
Kontakt: 0 25 02/9 42-3 00, E-Mail: rickert@nottulnde).
VON MARITA
STROTHE-GARUS
Westfälische
Nachrichten, 07. April 2008
„Rendite
liegt in dem Gefühl,
etwas Gutes getan zu haben“
Nottuln.
Am Mittwoch (9. April) findet ein Informationsabend der Gemeinde Nottuln zur Gründung
einer „Bürgerstiftung Nottuln“ statt. Konzept und Satzungsentwurf liegen
vor und sollen um 19 Uhr in der Alten Amtmannei der Bevölkerung vorgestellt
werden. Die Redaktion stellte Bürgermeister Peter Amadeus Schneider drei Fragen
zu der geplanten Stiftung:
WN: Wer kann bei
der geplanten Bürgerstiftung eigentlich mitmachen?
Schneider:
Das Engagement bei der Bürgerstiftung steht nicht nur jedem offen – mehr
noch: Jeder Bürger, jede Bürgerin, alle sind hochwillkommen. Man kann sich
tatkräftig beteiligen, z.B. durch Mitwirkung in den Gremien oder durch
Mitarbeit bei den Projekten, oder fördernd, indem man der Stiftung
Stiftungsgelder zukommen lässt – aber auch kleinere Spenden für die Projekte
sind immer willkommen.
WN: Was hat der
einzelne Stifter von seinem Engagement?
Schneider: Wie der Name sagt: man stiftet etwas. Das ist also ein
Geschenk. Man bekommt keine finanzielle Rendite. Aber: Man hat etwas für
„seine“ Gemeinde getan. Etwas, das lange wirkt, also wirklich nachhaltig
ist, um dieses Modewort zu verwenden. Denn das Stiftungskapital darf bei den
Projekten der Stiftung nicht angetastet werden; eingesetzt werden lediglich die
Erträge des Stiftungskapitals und eventuell eingegangene Spenden. Die Rendite
liegt also in dem guten Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, das lange wirkt.
WN: Wer ist Nutznießer
der Stiftung?
Schneider: Alle haben etwas davon. Denn alle profitieren von der
Stiftung. Eine Stiftung von Bürgern für Bürger. Die Stiftung kann Projekte
durchführen, um den Stiftungszweck zu erfüllen, sie kann aber auch
beispielsweise Vereine unterstützen, die gute Dinge tun, die mit dem
Stiftungszweck vereinbar sind. Nutznießer sind z.B. Projekte aus den Bereichen
Bildung, Kultur, Kinder- und Jugendarbeit, Integration von Behinderten, Natur-
und Umweltschutz, Heimatkunde, Heimatpflege, Denkmalpflege, internationale Verständigung.
VON LUDGER
WARNKE, NOTTULN
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