16.01.2019

Schwimmbagger leistet ganze Arbeit

Teich im Rhodepark und die Gräfte in Appelhülsen werden vom Schlamm befreit


Was aus der Ferne anmutet wie ein übergroßes Tretboot, ist ein Saug-Schwimmbagger, der den Teich im Rhodepark von Jahrzehnte altem Schlamm befreit. Das rund 3,5 Tonnen schwere Gefährt wird voraussichtlich noch bis Ende dieser Woche seine Arbeit dort verrichten. Foto: Gemeinde Nottuln

Rund 80 Tonnen Schlamm verbergen sich unter der etwa 750 Quadratmeter großen Wasserfläche des Teichs im Rhodepark. Seit gestern ist ein Saug-Schwimmbagger dabei, die Masse aus Sand, Erde und organischen Rückständen aus dem Teich zu entfernen.
Es ist eine Arbeit, die die Mitarbeiter einer Spezialfirma aus Melle die ganze restliche Woche in Anspruch nehmen wird. 
Die Gemeindewerke machen mit dieser Grundreinigung Nägel mit Köpfen. Schließlich sind es diese Sedimente, die zur Sommerzeit immer mal wieder dafür gesorgt haben, dass der Sauerstoffgehalt in diesem künstlich angelegten Gewässer dramatisch sank und vor drei Jahren sogar ein Fischsterben verursachte.
Bereits im Sommer vergangenen Jahres sind die Werke mit den Vorarbeiten gestartet und haben die Fische des Teiches heraus fangen und umsetzen lassen. „Einen neuen Besatz mit Fischen wird es nach der Reinigung nicht mehr im Rhodepark-Teich geben”, erklärt Michael Kneuer, Technischer Leiter Grünflächen von den Nottulner Gemeindewerken. Wohl aber werden die Seerosen dort wieder eingepflanzt.
Die Werke entschieden sich mit dem Einsatz eines Saug-Schwimmbaggers für die teurere, aber gleichzeitig auch die schonendste Variante der Gewässerreinigung: „Hätte normales Gerät diese Aufgabe erledigt, wäre es sehr wahrscheinlich gewesen, dass die Betonwanne des Teiches Schaden nimmt”, macht Michael Kneuer deutlich, dass das künstliche Gewässer im Rhodepark schließlich schon viele Jahre alt ist.

Den herausgebaggerten Sedimenten wird vor Ort in einem chemisch-mechanischen Verfahren, bei dem Polymere (lange Kunststoffmoleküle) für die Ausflockung der Sedimente und der im Wasser verbliebenen Schwebstoffe sorgen, das Wasser entzogen, welches wieder in den Teich zurückgepumpt wird.
Das so entstandene wasserfreie Substrat wird anschließend zu einer Deponie gebracht und dort entsorgt.
Als Dünger für Äcker und Felder ist es nicht geeignet, weil der TOC-Gehalt (Summe des gesamten organischen Kohlenstoffs) zu hoch ist. Das habe seinerzeit eine Beprobung ergeben, berichtet Kneuer.

Ab der kommenden Woche wird die Gräfte in Appelhülsen von Schlamm und anderen Ablagerungen befreit. „Hier sind es rund 320 Tonnen Sedimente, die entfernt werden”, rechnet Kneuer vor, „und auch dieser Schlamm muss auf einer Deponie entsorgt werden.”

Die Kosten für beide Maßnahmen zusammen belaufen sich auf 160 000 Euro.
Anwohner der Gräfte in Appelhülsen und Nutzer des Pendlerparkplatzes am Rhodepark in Nottuln müssen für die Dauer der Arbeiten mit einigen Einschränkungen leben. Der Parkplatz ist nicht in seiner gewohnten Größe zu nutzen: Etwa zehn Parkplätze sind in dieser Zeit gesperrt.

In Appelhülsen werden der Spielplatz am Prozessionsweg sowie der Parkplatz der Kirche gesperrt. Die Reinigung der Gräfte wird etwa 14 Tage in Anspruch nehmen, teilen die Gemeindewerke mit. 

 


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