Eindringliche Mahnung

Bei der Gedenkstunde an die beiden Atombombenabwürfe vor 72 Jahren auf Hiroshima und Nagasaki forderten die Teilnehmer die Abschaffung der Nuklearwaffen und plädierten für ein ziviles Europa


Hiroshima-Gedenktag am Schlaun-Denkmal
Hiroshima-Gedenktag in Nottuln: Eindringlich forderten die Teilnehmer die Abschaffung aller Atomwaffen. Foto: Gemeinde Nottuln

„Hiroshima mahnt” – jeder einzelne Buchstabe dieses Satzes liegt ausgeschnitten aus Pappe auf dem Kopfsteinpflaster vor dem Schlaun-Denkmal im Nottulner Ortskern. Zu übersehen sind sie kaum. Genauso wenig wie die rund 30-köpfige Gruppe der Friedensradfahrer, die am Mittwochnachmittag (9. August) auf ihrer Radtour für „Frieden, Abrüstung und ein ziviles Europa” von Köln nach Bielefeld auch im Stiftsdorf Station machten.
Robert Hülsbusch von der Friedensinitiative Nottuln hatte die bunte Truppe mit ihrem ernsten Anliegen eingeladen. Zum zweiten Mal übrigens. Und wieder genossen die Teilnehmer der Friedensradtour die Nottulner Gastfreundschaft bei Kaffee und Kuchen – gereicht von Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung.
Just am 72. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Nagasaki waren die Friedensradler in Nottuln zu Gast.
Sie, Vertreter der Friedensinitiative und der Gemeinde Nottuln nutzten diesen Anlass zum Gedenken an die beiden Atombombenabwürfe auf Hiroshima (6. August 1945) und Nagasaki (9. August 1945) und um in ihren Reden eindrücklich zu mahnen.
Nie wieder „Hibakusha” und die Abschaffung sämtlicher Atomwaffen wurden gefordert. Eine Unterschriftenliste, mit der die Überlebenden der beiden Atombombenwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, die Hibakusha, die Ächtung der Kernwaffen fordern, unterstützte die Mahnungen zusätzlich.
Robert Hülsbusch, der die Unterschriftenliste herumreichte, wies in seiner Ansprache auf eine ganz aktuelle Entwicklung hin: Das Säbelrasseln zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und Nordkoreas Diktaktor Kim Jong-un: „Das macht noch mal speziell Angst”, so Hülsbusch.
Heinz Böer, der wie Robert Hülsbusch seit 1981 der Friedensinitiative angehört, verwies auf die Konferenz von 130 Nicht-Nuklearstaaten im Juli in New York, bei der über ein Atomwaffenverbot diskutiert wurde. Deutschland und die Atomwaffenstaaten hätten dabei gefehlt: „Ich finde, wir haben hier in Deutschland noch Einiges zu tun.” 
Bis heute sei kein Ende der atomaren Bedrohung abzusehen, mahnte auch Nottulns stellvertretender Bürgermeister, Paul Leufke: „Im Gegenteil: Schaut man in Richtung Russland und USA, geht das Wettrüsten weiter. Und die Atomwaffenprogramme von Nordkorea und Iran tun ihr Übriges, um diesen Eindruck noch zu verstärken. Daher ist die vollständige Abschaffung von Atomwaffen die dringlichste Aufgabe, um ein friedliches 21. Jahrhundert zu sichern.”
Joachim Schramm, Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft  Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DGF-VK) und Leiter der Radfahrergruppe, plädierte für ein „ziviles Europa”: „ Wir brauchen überhaupt keine Atomwaffen. Weder in Deutschland noch anderswo.”


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