21.02.2019

Alltags-Radwegenetz soll optimiert werden

Online-Beteiligungsplattform bis zum 24. März freigeschaltet


Koordinator Mathias Raabe, Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Klaus Dammers, Leiter der Straßenbauabteilung des Kreises (v.l.n.r.) Foto: Kreis Coesfeld, Christoph Hüsing

Rückmeldung erbeten: Bis zum 24. März 2019 können alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis Coesfeld auf einer interaktiven Karte im Internet ihre Anregungen und Verbesserungsvorschläge zum Alltags-Radwegenetz im Kreis Coesfeld abgeben. „Dieses für uns sehr wichtige Bürger-Feedback fließt dann in das Radverkehrskonzept ein, das der Kreis derzeit gemeinsam mit den Städten und Gemeinden erarbeitet”, berichtet Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, der auf eine rege Beteiligung hofft.

Die Online-Beteiligungsplattform mit der Internetadresse www.fahrrad-coesfeld.de ist dazu nun freigeschaltet. Denn das Fahrrad spielt im Kreis Coesfeld seit jeher eine große Rolle. Und da mittlerweile immer mehr elektrisch unterstützte Pedelecs unterwegs sind, wird das Fahrrad noch stärker zur kostengünstigen, gesundheitsfördernden und klimaschonenden Alternative für die tägliche Fahrt zur Arbeit oder zur Schule. Um den Umstieg vom Pkw aufs Fahrrad zu erleichtern, ist jedoch ein attraktives Radwegenetz mit möglichst direkten, sicheren und komfortablen Wegeverbindungen erforderlich. Der Schwerpunkt des mit Bundesmitteln geförderten „Klimaschutzteilkonzeptes Radverkehr“ liegt dementsprechend auf der weiteren Verbesserung der Verbindungen zwischen den einzelnen Kommunen im Kreis.

In einem gemeinsamen Workshop Anfang Februar fand erstmals eine intensive Diskussion mit Beteiligten des Kreises, der kreisangehörigen Kommunen, der eingeladenen ADFC-Ortsverbände, des Landesbetriebs Straßenbau NRW sowie weiteren Interessensvertretern statt. Dabei ging es neben der Identifizierung zusätzlicher wünschenswerter Radwegeverbindungen auch um den angestrebten Ausbaustandard: „Auf besonders stark frequentierten Verbindungen wollen wir gemeinsam mit allen Baulastträgern versuchen, über den üblichen Radwegestandard hinauszukommen, um den Radfahrern möglichst breite und gut ausgebaute Radwegeverbindungen anbieten zu können”, erläutert Mathias Raabe, der das Radverkehrskonzept beim Kreis Coesfeld koordiniert. So könne auch die Verknüpfung mit dem Veloroutenkonzept in der Stadtregion Münster erreicht werden, an dem vier kreisangehörige Kommunen und auch der Kreis selbst beteiligt seien, führt Raabe weiter aus.

Die Mobilitätsuntersuchung 2017 hatte für den Kreis Coesfeld zwar ergeben, dass bereits 24 Prozent aller Wege mit dem Rad zurückgelegt werden – gerade im Alltagsverkehr könnten aber noch sehr viel mehr Menschen das Fahrrad nutzen. So kam bei der Befragung beispielsweise heraus, dass auch auf kurzen Distanzen der Pkw nach wie vor sehr dominant ist: 45 Prozent aller Wege zwischen zwei und fünf Kilometern werden mit dem Auto zurückgelegt, bei Distanzen zwischen fünf und zehn Kilometern sind es bereits 61 Prozent – also eigentlich Distanzen, die man problemlos mit dem Fahrrad oder Pedelec bewältigen kann.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind nun aufgerufen, auf der Ideenkarte der Onlineplattform ihre Anregungen einzubringen, etwa zu fehlenden Radwegeverbindungen, bereits bestehenden Strecken mit hoher Bedeutung für Radfahrende oder auch zu unklaren Radverkehrsführungen. Bei Problemen mit dem Online-Tool können sich Interessierte direkt an Johannes Pickert wenden, der das Radverkehrskonzept seitens des Gutachterbüros Planersocietät begleitet (pickert(at)planersocietaet.de, Telefon 0231 / 589696-21).


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