Spannende Erlebnisse für kleine und große Radfahrer

Die rund 70 Kilometer lange SteverLandRoute von Nottuln nach Haltern am See wird voraussichtlich im September eröffnet/Testen kann man sie aber jetzt schon


Die SteverLandRoute wird mit großformatigen Info-Tafeln und Mitmach-Stationen für kleine und große Radfahrer ausgestattet. Foto: Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V.

Bevor die rund 70 Kilometer lange SteverLandRoute voraussichtlich im September eröffnet werden kann, stehen an dem erlebnisreichen Familienradweg von Nottuln bis Haltern am See noch die letzten Arbeiten an.
Gerade sind die letzten der insgesamt 14 Infotafeln aufgebaut worden. Sie geben großen und kleinen Besuchern der SteverLandRoute einen spannenden Einblick in die Geschichte der Stever und ihre Bedeutung als Lebensraum. Außerdem laden Bänke und Tische mit einem schönen Blick auf die sich wandelnde Landschaft am Fluss zu gemütlichen Pausen ein.
Zum Radweg gehört auch eine Kinder-Entdeckerkarte, die ab der nächsten Woche kostenlos in den Tourismusbüros der Stevergemeinden erhältlich sein wird.
Diese besondere Karte führt von Station zu Station und lädt mit Rätselfragen zu einer spannenden Steverrallye ein.
An jeder Station findet sich außerdem eine Stevermünze, die mit einer Bleistiftschraffur auf die Karte übertragen werden kann – eine schöne Erinnerung für alle angehenden Steverexperten.

Was den Radweg einzigartig macht, sind die neun individuell für den jeweiligen Standort entwickelten Mitmachstationen, an denen Familien gemeinsam die Geheimnisse der Stever auf ihrem Weg von Quelle in den Baumbergen bis zur Mündung in die Lippe erforschen können.

Die interaktive Mitmachelemente reichen von einer Buddelkiste, in der Fossilien, wie sie auch im Baumberger Sandstein zu finden sind, „ausgegraben” werden können, über eine Rieselscheibe, die zeigt, was passieren kann, wenn die kleine Stever einmal über die Ufer tritt, bis zum Strömungstisch, auf dem mit Wasser, Sand und Naturmaterialien Strömungen erzeugt und verändert werden können.
Auch welchen Tieren ein intakter Uferrand ein Zuhause bietet oder welchen Weg ein Wassertropfen im Wasserkreislauf nimmt, lässt sich an den Stationen herausfinden.
Etwas ganz Besonderes dabei ist das Modell einer Wassermühle. Mit Muskelkraft in Gang gesetzt, verrät es übrigens das Lösungswort auf eine der Steverrätselfragen.

Die SteverLandRoute muss nicht auf einmal bewältigt werden: Auf den vier familienfreundlichen Tagesetappen mit spannenden Rückwegrunden durch das Steverland, die im ab September erhältlichen Radreiseführer zur Tour ausführlich beschrieben werden, findet sich immer noch ein kleines „Extra“ in der Nähe: 
Der Blick vom Lonignusturm, eine Wanderung durch das Venner Moor, der Besuch einer Wasserburg oder eine Floßfahrt. Ob Moor oder Heide, Buchen- oder Auenwald, ob Wasserspielplatz, Römermuseum, Kletterpark oder ein Bad im Naturschwimmbad – vom Radweg aus lässt sich die Vielfalt des Münsterlandes neu entdecken.

Die Beschilderung der Radroute wird erst in den kommenden Wochen erfolgen: Wer jetzt schon mal die SteverLandRoute erkunden möchte, kann sich vorab über den Routenverlauf informieren. Von der Internetseite www.steverlandroute.de können die Gesamtstrecke und die Etappenverläufe als GPX- Dateien heruntergeladen werden. Auch die Etappenbeschreibungen werden hier in Zukunft im PDF-Format zu finden sein.

 

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