Industriestraße 2.0

Sanierungsarbeiten im Gewerbegebiet Appelhülsen sollen Anfang September starten und Anfang 2020 beendet sein/Seit Montag wird die Umfahrungsstraße zwischen Gewerbegebiet und Kläranlage gebaut


Arbeitsbesprechung: Werkeleiter Daniel Krüger von der Gemeinde Nottuln (3.v.l.) bespricht mit Mitarbeitern der Baufirma Depenbrock die nächsten Schritte, die beim Erstellen der Ersatzstraße im Gewerbegebiet Appelhülsen anstehen. Foto: Gemeinde Nottuln

Arbeitsbesprechung: Werkeleiter Daniel Krüger von der Gemeinde Nottuln (3.v.l.) bespricht mit Mitarbeitern der Baufirma Depenbrock die nächsten Schritte, die beim Erstellen der Ersatzstraße im Gewerbegebiet Appelhülsen anstehen. Foto: Gemeinde Nottuln

Da, wo die Umfahrung der sanierungsbedürftigen Industriestraße in Appelhülsen bereits in wenigen Wochen entlangführen soll, wird eifrig gearbeitet. Das Erdreich wird ausgekoffert – gerade entsteht die Gründung für die 190 Meter lange Ersatzstraße für das Industriegebiet.
Die Straße wird zwischen dem Gewerbegebiet und der Kläranlage gebaut und führt dort wieder auf die Sendener Straße.
„Für die Zeit der Sanierung der Industriestraße gilt in diesem Abschnitt der Sendener Straße Tempo 30“, sagt Daniel Krüger, Werkeleiter der Gemeinde Nottuln, „um die Gefahr von Unfällen so gering wie möglich zu halten“.
Ende August/Anfang September soll der Bau der Umfahrung fertig sein, damit der Verkehr im Industriegebiet Appelhülsen auch während der Sanierung der Industriestraße reibungslos funktionieren kann.

„Die Sanierung soll Anfang September starten“, berichtet Diplom-Ingenieur Krüger.  Der Zeitplan, den sich die ausführende Baufirma Depenbrock aus Greven gesetzt hat, ist durchaus ambitioniert: Bereits im Januar des nächsten Jahres sollen die Arbeiten an der 290 Meter langen Industriestraße – saniert wird sie ab Einfahrt Sendener Straße bis zur Brücke über die Stever – fertig sein.

Zu eigentlichen Straßensanierung kommen noch Kanalarbeiten. „Rund 580 Meter an Regen- und Schmutzwasserkanälen werden erneuert“, erklärt Daniel Krüger. Die Kanalarbeiten stehen als erstes auf dem Programm der Gesamtmaßnahme, deren reine Baukosten sich auf rund 1,176 Millionen Euro belaufen.
Es sind Kosten, an denen auch die Anlieger des Gewerbegebietes im Rahmen des Kommunalabgabengesetzes beteiligt werden.

Das Bauprojekt „Sanierung Industriestraße“ steht bereits seit längeren auf der Agenda der Gemeinde Nottuln.  Zahlreiche vorbereitende Arbeiten wie Verlegung der Versorgungsleitungen für Strom, Gas und Telekommunikation wurden im vergangenen Jahr erledigt und vor kurzem bekam die Industriestraße zehn neue Leuchtstellen – ausgerüstet mit leistungsstarkem und umweltfreundlichem LED-Licht.
Seit Montag dieser Woche entsteht die Umfahrungsstraße, für die im Vorfeld auch Einiges an Bäumen gefällt werden musste. „Diese Maßnahme ist mit dem Kreis Coesfeld abgesprochen“, berichtet Daniel Krüger. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird dort auch wieder aufgeforstet, sodass später von der Umfahrungsstraße keinerlei Spuren zurückbleiben werden.

Wenn die Industriestraße Anfang 2020 in neuem Glanz erstrahlt, werden nicht nur die Schlaglöcher und Unebenheiten beseitigt sein, dann ist die Straße auch um 75 Zentimeter breiter geworden. Sieben Meter misst sie dann. Platz genug für die vielen Fahrzeuge, die tagtäglich auch der Straße unterwegs sind. Und mit ihren bis zu sechs Schichten – von der Gründung bis zur abschließenden Asphaltdecke – ist sie den künftigen Belastungen sehr gut gewachsen. „Für die nächsten 50 Jahre sollte erst mal Ruhe sein“, freut sich Daniel Krüger auf eine schöne, neue Industriestraße 2.0.        

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